Covid-Impfung soll in den Impfplan aufgenommen werden

Die Corona-Impfung soll in den Impfplan aufgenommen werden.
Die Corona-Impfung soll in den Impfplan aufgenommen werden.Ole Spata / dpa / picturedesk.com (Symbolbild)
Das Virus wird bleiben, daher fordert Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig die Aufnahme der Impfung in den Impfplan.

Die heutige Länderkonferenz der Gesundheitsreferenten in Graz hat sich mit zentralen Fragen der künftigen Ausrichtung des heimischen Gesundheitssystems beschäftigt. Auf der Tagesordnung der Beratungen standen unter anderem die Integration der Covid-Impfungen in den Österreichischen Impfplan sowie der Ausbau der Primärversorgung.

Jeder kann sich einen Impftermin buchen

„Seit dem 10. Mai ist es möglich, dass sich jeder Niederösterreicher einen Impftermin bucht. In Niederösterreich haben 76,6 Prozent der impfbaren Bevölkerung eine Erstimpfung erhalten oder einen Erstimpftermin gebucht. Zwar liegt aktuell noch das Hauptaugenmerk darauf, dass sich so viele Menschen wie möglich impfen lassen, dennoch müssen wir heute schon Gespräche führen, wie die Bevölkerung auch in Zukunft mit einem breiten Impfschutz versorgt wird“, betonte NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig am Rande der Konferenz.

Das Virus wird bleiben

„Nach einhelliger Meinung der Wissenschaft wird uns das Virus bleiben und weiterhin zirkulieren. Es ist daher an der Zeit, die notwendigen Planungs- und Abstimmungsprozesse für die kommende COVID-19-Schutzimpfungen im Herbst und Winter auf Bundesebene zu starten. Es braucht in dieser Frage ein österreichweit einheitliches Vorgehen, welches das Gesundheitsministerium auf den Tisch legen muss. Die beste Lösung wäre die COVID-19 Impfung in den Österreichischen Impfplan aufzunehmen und damit die Schutzimpfung als Pflichtleistung zu verankern“, meint Königsberger-Ludwig.

Primärversorgung soll aufgestockt werden

Ein weiterer Punkt der Beratungen war der Ausbau der Primärversorgung. Wobei die Gesundheitsreferenten ausdrücklich festgehalten haben, dass auf Basis der geltenden Rechtslage die vereinbarten Ziele nicht erreicht werden könnten. „Bis 2021 hätten insgesamt 75 Primärversorgungseinheiten (PVE) in Österreich etabliert werden sollen. Die Umsetzung dieses Vorhaben gestaltet sich allerdings aufgrund der Rahmenbedingungen als große Herausforderung. Daher ist eine Kursanpassung dringend nötig“, ist Königsberger-Ludwig überzeugt.

Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig
Landesrätin Ulrike Königsberger-LudwigSPÖ NÖ

Mehr Flexibilität gefordert

„Die Primärversorgungseinheiten in NÖ sind ein Erfolg. Dennoch sind Erleichterungen im Zuge der Gründung, aber auch Vereinfachungen beim Auswahlverfahren notwendig, um diesen Weg weiter entsprechend umsetzen zu können. Daneben braucht es aber auch mehr Flexibilität beim stufenweisen Ausbau und in Abhängigkeit der regionalen Versorgungssituation auch die verstärkte Einbindung von Fachärzten in das PVE-Konzept, wie etwa besonders in ländlichen Regionen die Aufnahme von Frauenärzten“, skizziert die Landesrätin einige Verbesserungsmöglichkeiten.

Kinder brauchen eigenes Primärversorgungszentrum

Ein besonderes Anliegen der Gesundheitslandesrätin in diesem Zusammenhang ist auch das Thema Kindergesundheit. „Derzeit lassen die gesetzlichen Rahmenbedingungen keine Möglichkeit zu, ein eigenes Kinder-PVE gründen zu können. In manchen Regionen wäre aufgrund der allgemeinen Entwicklung aber eine derartige Einrichtung unbedingt erforderlich. Das Primärversorgungsgesetz sollte deshalb dahingehend erweitert werden“, so Königsberger-Ludwig abschließend.

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