Zahl der Covid-Infektionen in Afrika sinkt leicht

Impfung in Südafrika (Archivfoto)
Impfung in Südafrika (Archivfoto)Yeshiel Xinhua / Eyevine / picturedesk.com
Nicht einmal 2 Prozent der afrikanischen Bevölkerung ist vollständig gegen Corona geimpft - trotzdem beginnen die Fallzahlen leicht zu sinken.

Laut John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC) gehen die Neuinfektionen im Wochenvergleich um ganze 15 Prozent zurück. Und das, obwohl nur 1,6 Prozent der Bevölkerung Afrikas vollständig gegen Corona geimpft sind. 

Die Regionaldirektorin der WHO, Matshidiso Moeti, warnt aber, dass Covid-19 in Form der dritten Infektionswelle den Kontinent immer noch im Griff habe, das Gröbste sei noch nicht überstanden.

820 Mio. Dosen für Vollimmunisierung

Die durch die Delta-Variante neue Welle treibt aktuell besonders im Westen Afrikas die Infektionszahlen in die Höhe. "Wenn wir eine zweimalige Impfung ansetzen, benötigen wir 820 Millionen Dosen Impfstoff, um bis zum Jahresende das Ziel einer komplett geimpften Bevölkerung auf dem Kontinent zu erreichen", so Moeti. Bis jetzt wurden allerdings nur 82 Millionen Impfdosen beschaffen.

Tansania hat nun als einer der letzten afrikanischen Staaten eine landesweite Impfaktion gestartet, Eritrea und Burundi stehen noch aus. Entsprechende Schritte würden in Planung stehen, sagt Nkengasong.

Offiziell ist Afrika für nur rund 3,4 Prozent der globalen Infektionsfälle verantwortlich. Bisher wurden rund 6,5 Mio. Infektionen registriert, die Dunkelziffer dürfte aber höher liegen. Mehr als 167.000 der registrierten Ansteckungen nahmen einen tödlichen Verlauf. Im Kampf gegen die Pandemie versucht die CDC, Maßnahmen koordiniert umzusetzen sowie die Mittel der Staaten zu vereinen.

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