Probleme hatte der junge Angeklagte bislang noch nie mit der Justiz gehabt. Am Dienstag musste der 17-Jährige dennoch am Gericht St. Pölten auf die Anklagebank.
Und das kam so: Am 31. Dezember des Vorjahres rief laut "Kurier" der örtliche Förster bei der Familie des Angeklagten an. Durch die Schneelast seien Bäume in Gefahr, Wurzeln seien nach oben gedrückt worden.
Zu dritt, der Angeklagte (17), der Bruder und dessen Freundin, fuhr man in den Wald, um die Bäume zu retten. Doch der 17-Jährige hätte das Zuhause gar nicht verlassen dürfen. Der Schüler, der demnächst die Matura machen will, hatte nach einem positiven Coronatest einen Absonderungsbescheid von der Bezirkshauptmannschaft Scheibbs bekommen.
Bei der Rückfahrt wurde das junge Trio laut "Kurier" von der Polizei angehalten, der Fall flog auf. "Ich habe mir gedacht, dass für die Landwirtschaft eine Ausnahmeregelung gilt. Ich habe einen Blödsinn gemacht", so der 17-Jährige vor Gericht.
Der Angeklagte kam mit einer Diversion davon, er muss 60 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.