Nach einem schweren Unfall muss ein Todesraser in Salzburg in U-Haft. Polizisten bewachen den Mann in einem Spital.
Der Verdächtige war am Abend des 20. Februars frontal mit seinem BMW X5 in einen entgegenkommenden Audi gerast.
Dabei kam dessen Lenker, ein 24-jähriger Pinzgauer, ums Leben. Am Rücksitz hatte der Norweger seine Kinder (7, 8), am Beifahrersitz saß seine Gattin. Sie wurden teils lebensgefährlich verletzt.
"Extrem gefährlich"
"Die zuständige Richterin hat nach der Vernehmung des beschuldigten Norwegers unserem Antrag auf U-Haft-Verhängung stattgegeben", zitieren die Salzburger Nachrichten den Sprecher der Staatsanwaltschaft, Robert Holzleitner. "Wir gehen im konkreten Fall vom Vorliegen eines bedingten Tötungsvorsatzes aus. Der Mann ist nicht nur extrem gefährlich gefahren, sondern hat auch kein Verhalten erkennen lassen, dass er die Kollision vermeiden will."
Unklar war vorerst. ob der Norweger unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol stand. Das Ergebnis der toxikologischen Untersuchung steht aus. Der 42-Jährige wird mindestens 14 Tage in Untersuchungshaft bleiben - ein Schritt, der in Österreich äußerst ungewöhnlich ist und durch Fluchtgefahr begründet wurde. In zwei Wochen findet die nächste Haftprüfung statt. (red)