Niederösterreich

Wieder Crash: Dieser Bahnübergang ist brandgefährlich

Es ist erst Mai und dennoch kam es auf diesem Bahnübergang heuer bereits zum vierten Mal zu einer schweren Kollision.
Isabella Nittner
21.05.2022, 09:42

Einen Tag nach dem schweren Zugunfall in Guntersdorf - mehr dazu hier - kam es in NÖ erneut zu einem Crash zwischen einem Pkw und einer Bahngarnitur, diesmal in Guntramsdorf (Bezirk Mödling). Es ist bereits das vierte Mal, dass es heuer auf der unbeschrankten Eisenbahnkreuzung kracht.

Wie die Feuerwehr Guntramsdorf berichtet, wurde sie Freitag gegen 16 Uhr zu dem schweren Verkehrsunfall gerufen. Den Einsatzort kannten die Florianis leider schon allzu gut: Es war wieder die Eisenbahnkreuzung der Aspangbahn mit der Laxenburger Straße. 

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Pkw und Zug schwer beschädigt

Der Lenker (17) eines Mercedes hatte das Rotlicht auf der Ampelanlage übersehen und den Bahnübergang gequert, der Lokführer der herannahenden Garnitur der Aspangbahn konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erwischte den Pkw mit voller Wucht. Der Frontbereich des Mercedes wurde dabei regelrecht zermalmt. 

"Durch einen zufällig am Einsatzort befindlichen Rettungswagen konnte Hand in Hand mit Kräften der Feuerwehr eine Erstversorgung der Patienten eingeleitet werden", berichtet das Bezirksfeuerwehrkommando Mödling.

Alle drei Insassen (16, 17 und 21 Jahre alt) wurden bei dem Crash verletzt, der 16-Jährige auf der Rückbank schwer. Er wurde nach der Erstversorgung vor Ort mit dem Rettungshubschrauber ins Spital nach Wiener Neustadt geflogen.

"Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw und auch die Zuggarnitur schwer in Mitleidenschaft gezogen, wodurch es zu einem erheblichen Betriebsmittelaustritt an beiden Fahrzeugen kam. Nach Abschluss der Erstversorgung aller am Unfall beteiligten Personen wurden die Betriebsmittel des Zuges aufgefangen bzw. die Straße gereinigt", heißt es seitens der Feuerwehr.

Ein großes Problem bei jenem unbeschrankten Bahnübergang dürfte eine Kombination aus tiefstehender Sonne und der Ampelanlage sein. Im Internet berichten Einheimische, das rote Licht sei bei schlechten Sichtverhältnissen kaum zu sehen.