Cupra Ateca im Test: So geht Power-SUV

Seats junge sportliche Tochter Cupra macht aus dem beliebten Ateca ein 300-PS-Geschoss. Und das kann echt was.
Cupra? Was ist das? Diese Frage hört man öfters, wenn man mit einen Cupra unterwegs ist. Denn Seat gründete sein Tochterunternehmen erst im Jänner 2018, also vor nicht einmal zwei Jahren. Der Name ist schnell erklärt: Er steht für Cup Racer, also Cup-Rennfahrzeug. Den Namenszusatz Cupra trug erstmals ein Seat Ibiza im Renneinsatz in den 1990ern.

Danach gab es den Zusatz Cupra immer wieder für besonders starke, sportliche Seat-Modelle und nun eben als eigene Marke. Die betreibt quasi Tuning für Seat-Modelle, so wie unseren Ateca, soll in Zukunft aber auch eigene Fahrzeuge hervorbringen.

Und wodurch unterscheidet sich ein Cupra Ateca von seinem Vorbild, abgesehen vom Logo? In erster Linie bei der Technik. Es gibt nur einen Motor, doch der hat es in sich: Ein 2 Liter großer TSI Benziner mit 300 PS. Mit Hilfe des Allradantriebs bringt er 400 Nm Drehmoment auf die Straße, was für den Sprint von 0 auf Tempo 100 in 5,2 Sekunden reicht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 247 km/h.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Große Serienausstattung

Für so viel Power muss man dann aber auch 47.290 Euro hinlegen. Zum Vergleich: Der Einstiegs-Ateca von Seat kostet 21.390 Euro, hat dafür jedoch auch nur 115 PS. Aber natürlich wird auch der Cupra Ateca etwas teurer, wenn man das eine oder andere Extra haben will.

So kommt unser Fahrzeug auf 55.525 Euro, hauptsächlich aufgrund der Brembo-Bremsanlage (2.795 Euro), den Sport-Schalensitzen (1.995 Euro) und dem Assistenz-Paket (1.135 Euro). Ansonsten ist eigentlich so ziemlich alles serienmäßig dabei, wie etwa ein 7-Gang-DSG-Getriebe, die adaptive Dämpferregelung DCC, Voll-LED-Scheinwerfer, eine Progressivlenkung, eine Umgebungskamera, das Navi Plus, das digitale Infodisplay und das schlüssellose Zugangssystem.

Starke Straßenlage für ein SUV

Und wie fährt sich so ein mittelgroßes SUV mit 300 PS? Die Beschleunigung beeindruckt beim ersten Kickdown – hier geht wirklich ordentlich was weiter. Zwar ist der Cupra Ateca seinem Vorbild nach optisch etwas abgewandelt und sportlicher designt, wirkt aber trotzdem unscheinbar brav. So macht es doppelt Spaß, deutlich auffälligere Fahrzeuge stehen zu lassen.

Auch die Kurvenlage auf der Landstraße ist gut, aber natürlich kann der Cupra Ateca nicht verheimlichen, dass er ein SUV ist und man dementsprechend einen hohen Schwerpunkt hat. Das ist halt der Preis dafür, wenn man anstatt eines flachen Sportwagens ein geräumigeres Fahrzeug hat, in dessen Kofferraum 501 Liter hineinpassen.

Gutes PS-Preis-Verhältnis

Bei den Schalensitzen hat uns gestört, dass sie recht breit geraten sind. Ideal für Leute, die etwas mehr Platz brauchen, aber für einen Spaghettisultan wäre es schon praktisch, wenn man die Seitenstützen enger stellen könnte. Vor allem wenn man es mal etwas sportlicher angeht.

Ansonsten bietet der Cupra Ateca einen gehobenen Seat-Innenraum im bekannten Design. Besonders gut gefällt natürlich das volldigitale Infodisplay und das Soundsystem, weniger gut gelungen sind hingegen die Sprachsteuerung und der Spurhalteassistent bei höheren Geschwindigkeiten.

Das ändert aber nichts daran, dass der Cupra Ateca eine gute Kombination aus Praktikabiliät und Power darstellt. Auch wenn der Preis nicht gerade gering ist, bekommt man selten so viel PS dafür.

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