Oberösterreich

Dafür bekamen Drogenkuriere jedes Mal 4.000 Euro

Großer Drogenprozess in Linz. Vier Männer stehen heute, Donnerstag, vor Gericht, sie sollen 200 Kilogramm Kokain nach Österreich geschmuggelt haben.
09.12.2021, 14:39

Sie haben die Drogen in Mini-Trommeln, die als Schlüsselanhänger verwendet werden können, und in Gestängen von Rollkoffern von der Dominikanischen Republik nach Österreich und in andere Länder geschmuggelt.

Mehr als 200 Kilogramm sollen die acht Verdächtigen seit 2017 illegal eingeführt haben.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Der Straßenverkaufswert beläuft sich auf etwa 16 Millionen Euro. Ab heute stehen erst einmal vier der acht verdächtigen Männer in Linz vor Gericht. Die mutmaßlichen Schmuggler sind zwischen 37 und 40 Jahre alt, sie sollen die Drogen ins Land gebracht haben.

Für den Transport der Koffer sollen sie, so die Anklage, zwischen 3.000 und 4.000 Euro erhalten haben. In der kommenden Woche, am Dienstag, stehen dann zwei weitere Männer vor Gericht, sie sollen die Drogen dann in Linz verkauft haben.

Der mutmaßliche Kopf der Bande, en 30-jähriger Linzer mit dominikanische Wurzeln, steht dann am kommenden Mittwoch vor Gericht. Der Mann war schon im April am Flughafen in Mailand (Italien) festgenommen worden. Die Polizei war der Bande schon seit 2019 auf der Spur.

Hausdurchsuchungen

Alleine heuer durchsuchten die Ermittler Wohnungen von 17 Verdächtigen. Dabei fanden sie ein halbes Kilogramm Kokain und andere Drogen, mehr als 40 Smartphones und einige Tausend Euro Bargeld. Sie vernahmen rund 100 Personen, sichteten 200.000 Fotos und werteten 15.000 Audio- und Videodateien aus.

Den Angeklagten drohen is zu 15 Jahre Haft.

Weitere Storys