Am 28. Juli 2025, exakt heute vor einem Jahr, kam Ex-Biathletin Laura Dahlmeier beim Bergsteigen in Pakistan ums Leben. Die Leiche der Olympiasiegerin war nach ihrem dramatischen Kletter-Unfall nicht aufzufinden. Ihre Mutter erklärt, warum Laura auf dem Berg bleibt.
"Ich glaube, das ist der schönste Friedhof, den es für die Laura gibt. Verschmolzen mit dem Herzen der Berge. Das war sie und das ist sie", sagte Susi Dahlmeier bereits Ende Februar in Garmisch-Partenkirchen, der Heimat der ehemaligen Sportlerin.
Vater Andreas sprach im Oktober 2025 erstmals öffentlich über den Tod seiner Tochter, erzählte dem "Spiegel": "Wir hätten Laura gern nach Hause gebracht. Aber es war nicht möglich, sie zu holen. Es war nach dem Unfall zu gefährlich. Als Thomas noch mal an den Laila Peak ging, war sie nicht mehr auffindbar."
Mit Thomas ist Kletter-Profi Thomas Huber gemeint, der auf Wunsch der Eltern zusammen mit dem US-Alpinisten Tad McCrea einen Bergungsversuch unternommen hatte – aber scheiterte.
Dahlmeier war mit sieben WM-Goldenen und zwei Olympia-Titeln die erfolgreichste deutsche Biathletin des vergangenen Jahrzehnts. In der Saison 2016/17 gewann sie außerdem den Gesamtweltcup. 2019 beendete sie im Alter von nur 25 Jahren überraschend ihre Karriere – aus Mangel an sportlichen Zielen. Neben ihren Berg- und Klettertouren war Dahlmeier seither als Biathlon-Expertin für das ZDF aktiv.