Damien Hirst im Arnulf Rainer Museum Baden

Das Arnulf Rainer Museum im Frauenbad Baden zeigt erstmals Malerei des britischen Künstlers Damien Hirst in Österreich: Die Serie "Two Weeks One Summer" wird mit ausgewählten Arbeiten Rainers konfrontiert. Rudi Fuchs, Kurator der Schau "Damien Hirst / Arnulf Rainer", erläuterte das dramaturgische Ausstellungskonzept.

Das Arnulf Rainer Museum im Frauenbad Baden zeigt erstmals Malerei des britischen Künstlers Damien Hirst in Österreich: Die Serie "Two Weeks One Summer" wird mit ausgewählten Arbeiten Rainers konfrontiert. Rudi Fuchs, Kurator der Schau "Damien Hirst / Arnulf Rainer", erläuterte das dramaturgische Ausstellungskonzept.

Nach Georg Baselitz und Mario Merz ist Damien Hirst der dritte Künstler, dem das Werk Arnulf Rainers in Baden gegenübergestellt wird. Hirsts Bilder entstanden zwischen 2008 und 2012, als er in Devon in konzentrierter Zurückgezogenheit zur Rückbesinnung auf die Maltechnik fand. Im Gegensatz zu den großen und skulpturalen Werken stellt sich Hirst in seinen Gemälden den Genres des Stilllebens und der Ölmalerei.

Die mehr als 40 Bilder umfassende Serie war bisher nur ein einziges Mal - bei einer Ausstellung in der Londoner White Cube Gallery - zu sehen. Es sind erstaunlich idyllisch wirkende Gemälde zu entdecken mit wiederkehrenden naturnahen Motiven: florale Ornamentik, bunte Papageien, hin und wieder ein ringförmiges Element wie ein skelettiertes geöffnetes Fischmaul.

Diese Arbeiten - so Fuchs - stehen nun im dramaturgischen Kontext der Rainer'schen "Urmalerei" mit energischen Fingermalereien, aktionistischen Face Farces und kontemplativen Übermalungen der frühen 50er-Jahre. Arnulf Rainer, ebenfalls anwesend, ließ über Fuchs ausrichten, er wolle sich über andere Künstler nicht äußern, außer: "Er ist ein netter Mensch." Beim Ausstellungsrundgang zeigte er sich dann doch über die Kombination zufrieden. Manchmal, so Rainer, könne er sich bei seinen Übermalungen gar nicht mehr erinnern, was sich darunter befinde.

Hirst war bei der Voreröffnung dabei

Hirst, der als medienscheu gilt, wird nicht zur Vernissage kommen, hat die Ausstellung allerdings bereits im Vorfeld der Eröffnung gesehen. Die Schau wird von Freitag bis 5. Oktober präsentiert.

Die Werke Damien Hirsts stammen aus unterschiedlichen Sammlungen wie der Prada Collection Mailand, der Frank & Lorna Dunphy Collection, England, aber auch von Damien Hirst selbst, der White Cube Gallery London und weiteren privaten Sammlungen. Rainers Arbeiten stammen sämtlich aus dem privaten Besitz des Künstlers.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Text von Rudi Fuchs.

(red)

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