Welt

Arbeiter verbrennt in Atom-Bunker von Millionär

Ein 27-Jähriger aus Maryland ließ sich aus Angst vor Nordkoreas Raketen ein Tunnelsystem unter seinem Haus bauen. Doch dann brach ein Feuer aus.
Heute Redaktion
13.09.2021, 20:30

Daniel L. Beckwitt arbeitete an einem geheimen Projekt unter seinem Haus in Bethesda im US-Bundesstaat Maryland: Sechs Meter unter der Erde ließ er ein 60 Meter langes Tunnelsystem errichten. Nun wird ihm das Vorhaben zum Verhängnis, denn ein Mann verlor während der Arbeiten am Bunker sein Leben.

Beckwitt sei über die Zunahme der internationalen Spannungen und insbesondere über den Erwerb von ballistischen Langstreckenraketen durch Nordkorea besorgt gewesen. Im Falle eines nuklearen Angriffs habe er einen sicheren Ort für sich schaffen wollen, wie sein Anwalt gegenüber der "New York Times" sagte.

Verkohlte männliche Leiche

Am Nachmittag des 10. Septembers brach im Haus des 27-Jährigen ein Feuer aus. Die Einsatzkräfte fanden im Keller eine nackte und verkohlte männliche Leiche, wie es aus Gerichtsdokumenten zu entnehmen sei. Beim dem Toten handle es sich um den 21-jährigen Askia Khafra, der beim Bunkerbau mitgeholfen hatte. Der Gerichtsmediziner habe als Todesursache Rauchvergiftung und Verbrennungen festgestellt.

Dem Bericht zufolge ist der Brand durch die elektrische Versorgung im unterirdischen Tunnelkomplex verursacht worden.

Daniel L. Beckwitt wurde für den Tod von Askia Khafra verantwortlich gemacht und wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Er wurde vergangene Woche festgenommen, befindet sich aber derzeit wieder auf freiem Fuß, nachdem er eine Kaution in der Höhe von 100.000 US-Dollar hinterlegen konnte. (kaf)

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