Dank Facebook: Israels Armee zieht 1000 Frauen ein

In Israel müssen auch Frauen zum Wehrdienst. Sie können sich jedoch aus religiösen Gründen befreien lassen. Das Militär durchforstet die Profile von jenen Personen auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken, um zu überprüfen, ob es sich dabei um die Wahrheit oder eine Ausrede handelt. So sind Ermittler bereits 1000 Frauen auf die Schliche gekommen.
In Israel müssen müssen Männer für drei Jahre zum Militär, Frauen für 21 Monate - außer sie sind schwanger oder verheiratet. Beide Geschlechter können allerdings auch religiöse Gründe anführen, um dem Wehrdienst zu entgehen.

Brigadier-General Amir Rogovsky, oberster Personalplaner des Militärs, erklärte der Jerusalem Post, dass 42 Prozent aller Frauen ihren Dienst nicht antreten. 35 Prozent unterzeichnen eine Erklärung, dass sie strikt nach den 613 Geboten des Judentums leben und deshalb den Dienst verweigern.

Strenge Regeln für orthodoxe Juden
Doch das Militär vermutet, dass dies bei tausenden Frauen nur ein Vorwand ist. Ermittler haben 60 Tage Zeit, Einspruch gegen eine Wehrdienstverweigerung zu erheben und durchforsten deshalb Facebook und andere soziale Netzwerke, um religiöse Verstöße nachzuweisen. Auf diese Weise seien bereits 1000 Frauen aufgeflogen, so Rogovsky.

Auf dem Facebook-Profil einer dieser Frau wurde etwa ein Foto gefunden, das sie beim Essen in einem nicht-koscheren Restaurant zeigte. Andere waren in aufreizender Kleidung auf ihren Bildern zusehen. Auch wurde überprüft, ob am Sabbat Einträge oder Veränderung am Profil gemacht wurden - denn an diesem Tag ist es verboten, zu schreiben. Außerdem wandten die Ermittler einen Trick an: Sie luden Frauen zu Partys am Freitag Abend (Beginn des Sabbats) ein und "erwischten" diejenigen, die kamen.
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