"Geht nicht anders" – Extrem-Teuerung in Wiener Gastro

Weil zusätzlich zur Lebensmittel-Preisexplosion jetzt auch die Energiekosten massiv ansteigen, droht mehreren Wiener Lokalen die Schließung.

Bei einem "Heute"-Lokalaugenschein auf der Thaliastraße in Wien-Ottakring wird der Ernst der Lage klar (Video oben). "Alleine Öl ist dreimal so teuer wie vor einem Jahr", klagt "Adut Grill"-Besitzer Dragan. Da Holzkohle und Fleisch auch stark betroffen sind, wurde die Speisekarte leicht adaptiert. Ćevapčići mit Brot und Salat kosten um 50 Cent mehr, nun 4,10 Euro.

Angesprochen auf die nächsten Wien Energie-Rechnungen schluckt der Balkan-Gastronom. "Dann muss ich schauen, wie es weitergeht."

"Ich habe große Angst"

Wenige Meter weiter kämpft das China-Restaurant "Sheng" – nur fünf Monate nach der Eröffnung – ums blanke Überleben. Dass essentielle Zutaten wie Reis und Hühnerfleisch zwischen 20 und 30 Prozent steigen, war im Finanzplan nicht einberechnet. Eine Verdopplung der Strom- und Gaskosten ist das absolute Albtraum-Szenario.

"Ich habe große Angst. Wenn die Rechnungen 1.000 bis 1.200 Euro ausmachen, was soll ich dann machen?", fragt Wirtin Ying verzweifelt.

Aufregung um Pizzaschnitte

In der "Pizza City" wurden einst Kunden mit einem Euro pro Pizzaschnitte gelockt. Die Preiserhöhung auf 1,30 Euro schmeckt nicht jedem. "Jetzt müssen wir wieder einen 20-Cent-Schritt machen", kündigt Pizza-Boss Ahmet an. "Die Kunden finden es teuer, aber es geht nicht anders."

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