Niederösterreich

Danninger: "Digitalisierung ist die Chance der Krise"

Landesrat Jochen Danninger (VP) sprach mit "Heute" über den Tourismuseinbruch, Fußball, die Wirtschaft in NÖ sowie die Digitalisierung
27.08.2020, 14:46

Landesrat Jochen Danninger (VP) sprach mit „Heute“ über den Tourismuseinbruch, Fußball und die Wirtschaft in NÖ und die große Chance dieser Krise: Die Digitalisierung.

„Heute“: In welchem Zustand ist die nö. Wirtschaft?

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Jochen Danninger:Exportwirtschaft, Luftfahrtbranche und Tourismus stehen vor großen Herausforderungen. Unsere Branchenvielfalt ist eine Stärke, die uns aktuell hilft. Eine Umfrage zeigt, dass jeder zweite nö. Betrieb optimistisch in den Herbst blickt. Ich bin sicher, mit der richtigen Melange aus Unternehmergeist, Sachlichkeit und Optimismus werden unsere Betriebe gestärkt aus dieser Krise hervorgehen.

„Heute“: Würde das Land einen 2. Lockdown verkraften oder droht dann eine Insolvenzwelle?

Danninger:Wir werden alles tun, um eine Situation wie im Frühjahr zu verhindern. Dazu können wir alle einen Beitrag leisten, indem wir Abstand halten. Denn einen zweiten generellen Lockdown kann und will sich der Wirtschaftsstandort nicht leisten.

„Heute“: Große Fußballspiele in leeren Stadien. Zeigt das nicht nur, dass Geld König Fußball regiert und der Fan nur buchstäblich Zaungast ist?

Eichtinger:Nein. Fans sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Sports. Nicht nur im Stadion, sondern auch zuhause vor den TV-Geräten. Unter der aktuellen Situation leiden alle - Vereine, Sportler, Sponsoren und Fans - gleichermaßen. Mein Eindruck ist, dass jede Sportbranche versucht mit dieser Ausnahmesituation bestmöglich umzugehen.

„Heute“: Wie schlimm traf Corona den Tourismus?

Danninger:Die jahrelange Erfolgsgeschichte bei Nächtigungszahlen und Ausflugsgästen hat mit dem Lockdown einen schweren Einbruch erlitten. Die Krise hat gezeigt, dass Unternehmen, die auf Qualität und Regionalität setzen, die besseren Zukunftsaussichten haben. Jetzt konzentrieren wir uns auf unsere Stärken und positionieren NÖ als die Ferien- und Ausflugsregion vor den Toren Wiens. Wir punkten mit vielfältigen Landschaften, großartigen Wirtshäusern und den besten Weinen.

„Heute“: Corona hat der Digitalisierung einen Schub verpasst, wie geht es weiter in NÖ?

Danninger:Die Digitalisierung ist die große Chance dieser Krise. Bis 2023 wollen wir in Tulln das Reale Haus der Digitalisierung errichtet haben. Ein Projekt, das in ganz Europa für Aufsehen sorgt. Damit wollen wir kleinere Betriebe aktiv unterstützen, den digitalen Wandel für sich zu nutzen. Aktuell fördern wir zudem Betriebe, die in digitale Konzepte, Hardware und Software investieren, mit bis zu 53.300 €.