Drogenhandel im Netz

Darknet-Boss vor Gericht: 330 Mio. Euro Umsatz

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen den mutmaßlichen Betreiber des Darknet-Marktplatzes "Archetyp Market" erhoben.
Technik Heute
04.08.2026, 11:07
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Millionen Pillen, Hunderte Liter Kokain, Fentanyl und Crystal Meth: Der 31-jährige Deutsche soll den Darknet-Marktplatz "Archetyp Market" gegründet und betrieben haben. Bis zur Abschaltung 2025 wurden dort unter anderem Drogen, Cannabisprodukte und Arzneimittel gehandelt.

Die Zahlen sind beeindruckend: Allein seit November 2022 sollen auf der Plattform rund 2,3 Millionen Bestellungen mit einem Gesamtumsatz von etwa 330 Millionen Euro eingegangen sein.

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Wie heise online unter Berufung auf das Bundeskriminalamt berichtet, standen den rund 600.000 Kundenkonten etwa 17.000 Verkaufsangebote von rund 3.000 professionellen Händlern zur Verfügung. Als Zahlungsmittel wurde ausschließlich Kryptowährung verwendet.

20 Millionen Euro kassiert

Der Angeklagte soll mit rund fünf Prozent an allen Verkäufen beteiligt gewesen sein. Über ein eingerichtetes Treuhandsystem und weitere Gebühren soll er etwa 20 Millionen Euro eingenommen haben. Ihm wird vorgeworfen, seit 2020 unerlaubt mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben.

Nach den bisherigen Ermittlungen wurden allein von November 2022 bis zur Abschaltung 2025 etwa 3,2 Millionen Pillen und 326 Liter verschiedener Drogen wie Kokain, Fentanyl, Heroin oder Crystal Meth verkauft.

Festnahme in Barcelona

Der deutsche Beschuldigte wurde im Juni 2025 von einer Spezialeinheit der spanischen Nationalpolizei an seinem Wohnsitz in Barcelona festgenommen. Seitdem sitzt er in Deutschland in Untersuchungshaft.

Bei den Ermittlungen wurden Kryptowährungen, Bargeld und Luxusautos im Wert von rund zehn Millionen Euro sichergestellt. Der Angeklagte ist bislang nicht vorbestraft. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft. Die Große Strafkammer des Landgerichts Frankfurt muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

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