Darum bekommen Wiener Fiaker-Pferde keine Plastik-Hufe

Fiaker am Stephansplatz
Fiaker am StephansplatzBild: Philipp Enders
Die Tests mit Plastikhufeisen bei den Wiener Fiaker-Pferden wurden beendet. Sie beschädigen Straßen zwar weniger, haben aber andere Nachteile. 

Eisen bleibt Eisen: Vor drei Jahren beauftragte die Stadt Wien die VetMed-Uni mit einer Studie zu Plastikhufeisenbei den Fiaker-Pferden. Der Grund: Die normalen Hufeisen beschädigen den Straßenbelag, verursachen jährlich 750.000 Euro Sanierungskosten. Geplant war, dass die Mehrzahl der Pferde schon ab 2019 mit Plastik-Beschlägen in der City herum traben würde. Doch daraus wurde nichts. Aus dem Hufeisen soll nun doch kein Plastik-Huf werden. 

Laut einer Studie seien Plastikhufe für Fiakerpferde "gut geeignet" gewesen, sie kommen trotzdem nicht zum Einsatz. 
Laut einer Studie seien Plastikhufe für Fiakerpferde "gut geeignet" gewesen, sie kommen trotzdem nicht zum Einsatz. Bild: Sabine Hertel

Schnelle Abnutzung

Die Tests mit vier Kunststoff-Modellen ergaben zwar, dass sie den Straßenbelag weniger beschädigen. Doch das Plastik nutzt sich schneller ab, die Pferde müssen öfter beschlagen werden. Nur ein getestetes Modell hielt länger durch und wäre für die Fiaker-Pferde geeignet. 

"Fiaker entlasten"

Doch die Stadt winkt nun trotzdem ab. Der Umstieg auf "alternative Hufeisen" für die Pferde werde aufgrund der durch die Pandemie angespannten wirtschaftlichen Situation für die Fiaker-Betriebe "ruhend gestellt", berichtet wien.orf.at. Man wolle die Traditions-Unternehmen nicht noch mehr mit Kosten belasten. Sobald sich die Situation entspannt habe, wolle man weitere Maßnahmen präsentieren. 

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