Darum braucht Zug plötzlich 1,5 Stunden länger

Von Wien nach Salzburg braucht man nun fast eineinhalb Stunden länger.
Von Wien nach Salzburg braucht man nun fast eineinhalb Stunden länger.
WESTbahn
Die Fahrt mit der Westbahn von Wien nach Salzburg dauert derzeit fast eineinhalb Stunden länger. Die ÖBB sind auch betroffen, aber schneller am Ziel.

Die Vorfreude wird derzeit für viele Heimaturlauber getrübt, die mit dem Zug Richtung Westen unterwegs sind: Auf der Strecke von Wien nach Salzburg ist man mit der Westbahn nun fast eineinhalb Stunden länger unterwegs, als sonst. Noch bis Anfang Oktober braucht man von Wien-Westbahnhof nach Salzburg nun 3,38 Stunden. Das stellt vor allem Familien mit Kindern vor Herausforderungen: Die Fahrt mit verplichtender Maske muss von den Kleinen nun noch länger ausgehalten werden.

Baustellen bremsen Urlauber aus

Ines Volpert, Sprecherin der Westbahn, nennt gleich mehrere Ursachen für die verlängerte Fahrt: "Wir haben drei zusätzliche Haltestationen und mehrere Baustellen in Richtung Westen, die auch die ÖBB betreffen. Wir befahren ja nur die Strecke und bekommen in solchen Fällen den durch die Bauarbeiten veränderten Fahrplan vorgegeben." Die Westbahn fährt derzeit von Wien-Westbahnhof über Wien-Meidling nach Salzburg.

ÖBB-Sprecher Robert Mossig klärt auf: "Die Bauarbeiten finden während der Sommerferien gebündelt an verschiedenen Streckenabschnitten in Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg statt. Durch die Bündelung von mehreren Bauprojekten werden ständige Einschränkungen minimiert." Konkret werden Gleis- und Weichenanlagen in Pöchlarn (NÖ), St. Valentin (NÖ), Lambach (OÖ) und Seekirchen (Sbg.) erneuert. Zudem sind Umbauarbeiten für die Errichtung des neuen Umsteigeknotens Neumarkt-Köstendorf (Sbg.) notwendig. "Insgesamt wird in mehreren Baubauschnitten an 45 Weichen gearbeitet und 10 km neue Gleise verlegt." Die ÖBB brauchen derzeit eine halbe Stunde länger von Wien nach Salzburg.

Corona auch Schuld an längerer Fahrt

Ebenfalls einen Einfluss auf die längere Fahrt hat die Notvergabe des Klimaschutzministeriums wegen Corona, die seit April aufrecht ist. Zur Sicherung des Verkehrs zwischen Wien und Salzburg gibt es bis auf weiteres einen gemeinsamen Fahrplan von Westbahn und ÖBB, in dem jedes der beiden Unternehmen zweistündlich eine Fahrt Richtung Westen anbietet. "Die Westbahn fährt in der Trasse des Railjets", so Mossig weiter.

Einstieg in Meidling spart halbe Stunde Zeit

Der ÖBB-Pressesprecher hat auch gleich einen Tipp für Gäste des Mitbewerbs parat, um doch etwas schneller ans Ziel zu kommen: "Versuchen Sie, in Wien-Meidlung einzusteigen, statt am Westbahnhof, das spart eine halbe Stunde Zeit." Die Zusammenarbeit der Mitbewerber kommt auch den Gästen zu Gute. Mossig macht klar: "Alle Eisenbahnverkehrsunternehmen werden von der ÖBB diskriminierungsfrei behandelt."

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