Darum fahren hier 3.760 Sandsäcke mit der U-Bahn

Belastungstest für den neuen X-Wagen: 72 Tonnen musste "Felix" über die Schienen ziehen.
Belastungstest für den neuen X-Wagen: 72 Tonnen musste "Felix" über die Schienen ziehen.Wiener Linien/Peres
Kraftprobe für die neuen U-Bahn-Garnituren der Wiener Linien: Um die X-Wagen zu testen, musste "Felix" 72 Tonnen Sand über die Schienen ziehen.

Belastungstest für "Felix": Bevor die ersten Garnituren der neuen selbstfahrenden U-Bahn-Züge ab 2022 auf den Linien U1 bis U4 mit echten Fahrgästen unterwegs sind, werden die „Felix“ getauften X-Wagen von den Wiener Linien noch auf Herz und Nieren getestet "Wir simulieren aktuell eine 2/3-Beladung mit 3.760 Sandsäcken, das entspricht 72 Tonnen Gewicht. Diese Tests laufen noch bis Mitte Juli, dann folgen gleich die nächsten", so ein Sprecher zu „Heute“.

Die weiteren Tests umfassen unter anderem das Antriebs- und Bremssystem, die Sicherheitseinrichtungen sowie die Zugsicherung mit FahrerIn. Zusätzlich muss sich der X-Wagen unter anderem noch bei Akustikmessungen und Fahrkomfortmessungen beweisen. Die durch die Tests erbrachten Nachweise und Gutachten dienen als Grundlage für die Betriebsbewilligung.

Während der intensiven Testmonate werden im Siemens Werk in Wien Simmering bereits die nächsten X-Wagen-Züge produziert. Der zweite X-Wagen soll Ende 2021 an die Wiener Linien geliefert werden, 2022 werden weitere fünf X-Wagen-Züge in Simmering gefertigt. Ab 2023 bis 2030 werden bis zu vier weitere Züge pro Jahr von Siemens Mobility an die Wiener Linien geliefert. Ab den zweiten X-Wagen wird jeder Zug ab Lieferung bereits nach rund drei Monaten in den Fahrgastbetrieb kommen.

Mehr Komfort, Sicherheit und höchste Barrierefreiheit

Der neue X-Wagen bietet einen offen gestalteten Innenraum mit großzügigen Einstiegsbereichen für ein rasches Ein- und Aussteigen. Insgesamt können bis zu 928 Öffi-Gäste in einem X-Wagen unterwegs sein, das sind exakt 46 Personen mehr als im V-Wagen. Fahrgäste mit Kinderwagen oder Reisegepäck finden angenehm viel Platz. Digitale Informationsdisplays über jeder Zugtüre informieren die Fahrgäste dynamisch über die weiteren Wege und Anschlüsse bei den jeweiligen Stationen. Die Sitze bestehen aus hochwertigem Schichtholz, die Anordnung erfolgt in einer Kombination aus den gewohnten Quersitzen mit zusätzlichen Längssitzen an der Außenwand der Züge sowie Klappsitzen. Die Sitze in blauer Farbe sind für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität vorgesehen.

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