Wer sich einen Dinosaurier vorstellt, denkt meist an gewaltige Tiere wie Brontosaurus oder Brachiosaurus. Doch manche Arten waren nur so groß wie ein Rind oder gar ein Fuchs. Warum aber wurden Dinosaurier nie richtig klein - so klein wie eine Maus?
Dieser Frage ging ein Forschungsduo des American Museum of Natural History und der Princeton University nach. Die Studie erschien im Fachblatt "Evolution".
Der kleinste bekannte Dinosaurier, der Microraptor, war immer noch mindestens 200-mal so schwer wie der kleinste moderne Vogel, die Bienenelfe mit nur 1,75 Gramm, meldet Der Spiegel unter Berufung auf die Studie.
Die Forscher haben einen überraschenden Verdacht: Es war die Konkurrenz mit kleinen Säugetieren um Ressourcen, die verhinderte, dass Dinosaurier diese ökologische Nische besetzten.
"Wir wussten bereits, dass Dinosaurier die Entwicklung von Säugetieren zu großen Tieren vor dem Massenaussterben verhinderten. Hier legen wir nahe, dass Säugetiere wiederum die Entwicklung von Dinosauriern zu kleinen Tieren verhinderten", sagt Mitautor Roger Benson.
Das mathematische Modell des Teams zeigt: Die optimale Körpergröße für Dinosaurier hätte eigentlich bei nur etwa drei Kilogramm liegen sollen. Tatsächlich lag sie aber bei rund 180 Kilogramm.
Die Forscher halten es für unwahrscheinlich, dass einfach noch keine Mini-Dino-Fossilien gefunden wurden. In den gleichen Fundstätten werden regelmäßig viel kleinere Tiere wie Eidechsen und Amphibien entdeckt.
"Wenn wir verstehen wollen, wie die heutige Artenvielfalt entstanden ist, müssen wir verstehen, warum winzige Dinosaurier offenbar fehlten", erklärt Hauptautorin Stephanie Lechki.