Darum ist die Sterberate in der zweiten Welle gesunken

Ein Bestatter in Schutzkleidung schiebt einen Sarg in einen Leichenwagen. (Symbolbild)
Ein Bestatter in Schutzkleidung schiebt einen Sarg in einen Leichenwagen. (Symbolbild)picturedesk.com/APA/Helmut Fohringer
Wie eine Studie von Mathematikern zeigt, ist die Zahl der Todesfälle in der zweiten Welle in Relation zu den Erkrankungen deutlich zurückgegangen.

Mathematiker haben in einer Studie die Erkrankungswelle im Frühjahr mit jener von Herbst und Winter verglichen und dabei einen positiven Trend beobachtet. So ist der Anteil der Todesfälle europaweit deutlich gesunken, vor allem in Frankreich, Dänemark und den Niederlanden. In Deutschland und Österreich war ebenfalls ein Rückgang zu erkennen.

Dieser Trend ist auf verschiedene Gründe zurückzuführen: Einerseits haben sich in der zweiten Welle mehr jüngere als ältere Menschen angesteckt, die wiederum weniger schwere Krankheitsverläufen aufwiesen. Zum anderen haben sich auch die Therapien im Verlauf des letzten Jahres verbessert. Weiters dürfte während der ersten Welle auch die Zahl der Infektionen unterschätzt worden sein.

Anstieg in Weißrussland

Am höchsten war der Rückgang der Sterberate in den Niederlanden, Dänemark und Frankreich. Im Vergleich sanken die Todesfälle um über 90 Prozent. In Österreich fiel die relative Sterblichkeit nicht ganz so stark, auf ungefähr ein Viertel des Ausgangswertes (minus 76 Prozent).

Ähnlich war der Rückgang in Deutschland (minus 72 Prozent), Schweden (73) und Italien (81). Einzige Ausnahme in Europa ist Weißrussland, wo es im gleichen Zeitraum zu einem Anstieg der relativen Sterblichkeit kam.

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