Darum klagt Nehammers Ehefrau einen Facebook-Nutzer

Katharina Nehammer wurde Mittelpunkt von wüsten Corona-Gerüchten.
Katharina Nehammer wurde Mittelpunkt von wüsten Corona-Gerüchten.ROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com
Katharina Nehammer, Frau von Innenminister Karl Nehammer (ÖVP), klagt einen Facebook-Nutzer. Der Kärntner heizte die Gerüchteküche über Nehammer an.

Seit Tagen geht Facebook von wilden Gerüchten und wüsten Behauptungen über. Eine davon: Katharina Nehammer, die Ehefrau von Innenminister Karl Nehammer (ÖVP), arbeite bei einem heimischen Schutzmasken-Versorger und cashe in der Corona-Pandemie nun fett ab. Alles falsch, was aber Dutzende Facebook-Nutzer nicht davon abhält, die Gerüchte immer weiter "auszuschmücken" und sie möglichst breitflächig im Netz zu verbreiten.

"Uiii, da wird Kohle gescheffelt"

Katharina Nehammer reicht es jetzt – und sie geht rechtlich gegen die Behauptungen vor. Konkret gegen jene, dass sie bei "Hygiene Austria" arbeite, einem Unternehmen des Ehemanns der "Sekretärin" von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), wie es ein Kärntner in Facebook gepostet hatte, berichtet die APA. Zudem habe der Kärntner geschrieben: "Uiii, da wird Kohle gescheffelt und das brave Volk glaubt, es war für d'Gsundheit:"

Verurteilung und Entschädigung

Über die Kanzlei Gheneff-Rami-Sommer wurde Privatanklage wegen übler Nachrede erstattet, heißt es von der APA weiter. Die Agentur hatte die Gerüchte geprüft und vollkommen entkräftet: Nehammer sei in der PR-Agentur Schütze beschäftigt und nicht für Hygiene Austria tätig. Angestrebt werde nun nicht nur eine "Verurteilung wegen übler Nachrede nach dem Strafgesetzbuch und nach dem Mediengesetz", sondern auch Entschädigung und Urteilsveröffentlichung.

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