Oberösterreich

Darum legte Frau Sparbücher und Schmuck vor die Tür

Kein Tag vergeht mehr in Oberösterreich, an dem nicht skrupellose Betrüger Menschen um ihr Geld und ihre Wertsachen bringen.
02.02.2022, 17:07

Die Serie an Betrugsfällen in Oberösterreich reißt nicht ab. Neu ist allerdings, dass sich die Verbrecher, die es vor allem auf ältere Menschen abgesehen haben, als Staatsanwälte ausgeben. Im Bezirk Linz-Land hat sich nun ein ganz besonders schlimmer Fall ereignet.

Ein bislang unbekannter Täter nahm am 25. Jänner gegen 18.40 Uhr telefonisch mit einer 85-jährigen Frau aus dem Bezirk Linz-Land am Festnetztelefon Kontakt auf. Er gab sich dabei als Staatsanwalt aus. Der Mann sprach mit oberösterreichischem Dialekt.

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Warnung vor Einbrechern

Der Betrüger erklärte der ahnungslosen Frau, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden sei und zur Sicherung ihrer Besitztümer vor den Verbrechern werden ihre Wertgegenstände nun abgeholt.

Die 85-Jährige gab insgesamt neun Sparbücher (im Wert von etwa 20.000 Euro), Schmuck und 5.000 Euro Bargeld von ihr und ihrer 90-jährigen Schwester in eine Tasche und deponierte diese wie vom Täter gefordert vor ihrer Haustür.

Gegen 19 Uhr holte eine Person die Tasche dann wirklich ab. Eine nähere Beschreibung des Täters ist nicht bekannt. Am 2. Februar 2022 erstattete die 85-Jährige dann schließlich die Anzeige bei der Polizei.

Kinder-Trick

Doch das ist nicht die einzige Masche der Betrüger. Über Textnachrichten versuchte eine unbekannte Täterschaft Geld von einer 52-Jährigen im Bezirk Kirchdorf herauszulocken.

Die 52-jährige Frau erhielt am 1. Februar Nachrichten von ihrer angeblichen Tochter. Diese habe ihr Handy verloren und deshalb funktioniere ihr Onlinebanking nicht. Die 52-Jährige soll eine Überweisung von mehr als zweitausend Euro auf ein Konto mit deutschem IBAN tätigen.

Die 52-Jährige, die tatsächlich zwei Töchter hat, durchschaute den Betrugsversuch allerdings, erstattete Anzeige bei der Polizei und somit entstand kein finanzieller Schaden.