Der syrische Flüchtling wurde bereits im Mai 2017 von einem Geschworenengericht in Innsbruck wegen 20-fachen Mordes schuldig gesprochen, nachdem er Mitte 2016 in einer Tiroler Flüchtlingsunterkunft festgenommen worden war und ein Prozess im März 2017 wegen Schreianfällen des Angeklagten abgebrochen werden musste.
Ein Landsmann hatte ihn in der Flüchtlingsunterkunft erkannt und den Behörden gemeldet. Infolge habe der Mann auch vor der Polizei ein Geständnis abgelegt, im Syrien-Krieg mindestens 20 Menschen getötet zu haben.
Geständnis sei Übersetzungsfehler
In dem Flüchtlingsquartier habe der Mann allerdings mit seiner Tat geprahlt, wie ein Quartierbewohner berichtete. Mindestens 20 verletzte oder gefangene Soldaten tötete er als Kämpfer für die "Freien Syrische Armee" in seiner Heimat. Vor Gericht wollte der Angeklagte dann nichts mehr von diesen Gräueltaten wissen. Das seien Informationen, die durch Übersetzungsfehler bei einer Einvernahme durch die Polizei entstanden wären, zog er sein Geständnis zurück.
Die lebenslange Haft wurde allerdings vom Obersten Gerichtshof aufgehoben, der Prozess wurde nun wiederholt. Und wieder wurde der 29-Jährige einstimmig (nicht rechtskräftig) zu lebenslanger Haft verurteilt. Während die Anklage im vorwarf, nach Kämpfen verletzte Soldaten getötet zu haben, gab er an, nur Wache gestanden zu sein. (red)