Im Stil der 60er Jahre

Darum sammelt die Volksoper jetzt Handtuch-Spenden

"Die Volksoper sucht den nächsten Handtuch-Star" schreibt das Theater in den sozialen Medien. "Heute" hat nachgefragt, was es damit auf sich hat.

Yvonne Mresch
Darum sammelt die Volksoper jetzt Handtuch-Spenden
Handtücher im Stil der 1960er und 1970er Jahre, am besten geblümt, werden derzeit dringend gesucht.
Volksoper Wien

Wer schon immer davon geträumt hat, etwas zu einer Großproduktion beizutragen, hat nun die Möglichkeit dazu. Für die österreichische Erstaufführung des Passions-Oratoriums von John Adams, "The Gospel According to the Other Mary" in der Wiener Volksoper (Alsergrund) werden noch dringend Kostüm-Beiträge benötigt.

Aus Handtüchern werden "Fußtücher"

Konkret sucht das Theater nach dem "nächsten Handtuch-Star", wie in den sozialen Medien zu lesen ist. Gebraucht werden 30 bis 40 Stück Handtücher im Stil der 1960er und 1970er Jahre, am besten mit geblümtem Muster, wie Kostümleiterin Christine Haller berichtet. Dann ist die Kostümanbteilung am Werk: "An die Tücher werden Fransen aus Kunsthaar genäht. Hintergrund ist, dass Maria Magdalena die Füße Jesu mit Haaren getrocknet haben soll", erklärt die Expertin. "Wir werden aber nicht nur die Maria Magdalena-Darstellerin, sondern den ganzen Chor damit ausstatten und auch choreographische Handlungen setzen."

Großer Auftritt für Fransen

Die Handtücher sollten nicht zu klein und nicht zu groß, aber vor allem nicht nagelneu sein. "Sie können gerne gebraucht sein oder Einrisse haben", so Haller. Einige Spenden sind bereits eingegangen, bis Ende März wird noch fleißig gesammelt. Wer helfen möchte, kann die Spende beim Bühneneingang/Portier in der Fuchsthallergasse abgeben, am besten in einem Sackerl. Premiere für "The Gospel According to the Other Mary" ist am 15. Juni – gesammelt wird jetzt schon, denn die Fransen-Arbeit sei aufwändig, sagt die Kostümleiterin und schmunzelt: "Also wer sein Handtuch auf einer Bühne sehen will, der hat jetzt die Chance!"

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