Darum scheiden Kinder weniger Aerosole aus

Wissenschaftler verweisen auf anatomische Unterschiede.
Wissenschaftler verweisen auf anatomische Unterschiede.APA/dpa/Wolfgang Kumm
Laut Studie zeigen sich deutliche Unterschiede beim Atmen, Sprechen und Singen.

In der Corona-Pandemie würden Gefährdungsbeurteilungen bisher allerdings auf den Werten von Erwachsenen beruhen, heißt es in einer gemeinsamen Untersuchung der Berliner Charité und der Technischen Universität Berlin.

Für ihre Studie ließen die Wissenschaftler 4 Mädchen und 11 Buben - alle zwischen 8 und 10 Jahre alt - in einem Reinraum in Schutzanzügen atmen, sprechen, singen und rufen. Alle Kindergehörten zu erfahrenen Berliner Kinderchören. Für das Experiment saßen sie vor der Öffnung eines Glasrohres mit einem eingebauten Laserpartikel-Zähler. Zur Vergleichsgruppe gehörten unter gleichen Bedingungen acht Frauen und sieben Männer im Alter von 23 bis 64, ebenfalls alles erfahrene Chormitglieder.

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Signifikante Unterschiede - aber nicht beim Rufen

Beim Vergleich der Werte zeigten sich bei den Volksschülern für Ruheatmung, Sprechen und Singen signifikant geringere Emissionsraten. Der Faktor zwischen Kindern und Erwachsenen betrug 2,8 bei Ruheatmung, 5,9 beim Sprechen sowie 13,4 beim Singen, heißt es in der Untersuchung. Beim Rufen zeigten sich dagegen keine bemerkenswerten Unterschiede zwischen beiden Gruppen.

Anatomische Unterschiede

Als Erklärung dafür gehen die Wissenschafter von anatomischen Unterschieden aus. So hätten Kinder kürzere Stimmlippen und zeigten auch weniger Kontaktzeiten der Stimmlippen im Schwingungszyklus. Ein zweiter Grund könnten die geringeren Schallpegel der Kinderstimmen bei mittlerer Lautstärke sein. Für lautes Rufen gilt das dann schon nicht mehr.

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