Darum solltest du jetzt dein iPhone verkaufen

Am 14. September zeigt Apple voraussichtlich das neue iPhone. Wer sein aktuelles Handy verkaufen will, sollte dies in den nächsten Tagen tun.

Am 14. September hält Apple eine sogenannte Keynote ab. Dann zeigt der US-Hersteller neben neuen Airpods und einer dünneren Uhr voraussichtlich auch das iPhone 13. Es ist dann wohl der Moment, bei dem zahlreiche Fans mit dem Gedanken spielen, ihr aktuelles Gerät zu ersetzen. Allerdings gibt es hierbei ein paar Punkte, die man beim Verkauf beachten sollte.

Wann soll ich das alte iPhone verkaufen?

Basierend auf Suchanfragen und Angebotsbesuchen auf der Auktionsplattform Ricardo nimmt die Nachfrage nach gebrauchten iPhones zum Zeitpunkt der Einführung neuer Geräte am stärksten zu. "Abgesehen von der Zeit vor Weihnachten (also ab November) ist es vor und nach dem Launch neuer iPhone-Modelle optimal, sein gebrauchtes iPhone anzubieten", sagt Mojca Fuks, PR-Managerin bei Ricardo. In den letzten Woche nahm die Suche besonders nach den Modellen iPhone 11 und iPhone 12 zu. Mit dem Verkauf sollte man jedoch nicht zu lange warten: In den Wochen nach der Präsentation sinken die Verkaufspreise der Vorgängermodelle wieder ab.

Welche Faktoren bestimmen den Preis?

Entscheidend sind hier Alter, Zustand und die Vollständigkeit des Zubehörs, wie die Originalverpackung oder das Ladekabel. "Jedes originale Zubehör wertet das Angebot zusätzlich auf", erklärt Fuks. Wertmindernd sind Kratzer auf der Vorder- oder Rückseite des Gerätes. "Wichtig ist, dass man das Angebot so transparent und so ehrlich wie möglich anpreist. Werden Kratzer erwähnt und auf den Fotos abgebildet, weiß der potenzielle Käufer oder die potentielle Käuferin Bescheid und man kann sich dadurch möglichen Ärger ersparen", so Fuks. So seien Kratzer, die die Funktion nicht beeinträchtigen, für viele Käuferinnen und Käufer nicht störend – wenn sie im Vorfeld darüber Bescheid wissen.

Was ist mit dem Akkuzustand?

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder, man bietet das iPhone in dem reduzierten Zustand an und kommuniziert es im Angebot ehrlich, damit der zukünftige Käufer oder die Käuferin Bescheid weiß. "Am besten zeigt man im Angebot einen Screenshot der Batterieleistung", so Fuks. Die maximale Kapazität des iPhone-Akkus findet man unter Einstellungen > Batterie > Batteriezustand. Die andere Option: Man erneuert die Batterie. Dafür sind je nach Gerät zwischen 55 und 75 Euro fällig – außerhalb der Garantie. "Dadurch kann man einen höheren Preis erwarten, da damit das Gerät aufgewertet wird", erklärt Fuks.

Wie zeige ich mein Gerät am besten?

Je mehr Infos ein potenzieller Käufer oder eine Käuferin hat, desto höher sind die Verkaufschancen. "Dazu gehören gute Bilder des Gerätes sowie des Zubehörs, am besten vor einem neutralen Hintergrund", so Fuks. Wichtig dabei: Das Gerät sollte sauber sein. "Dabei kann zum Beispiel eine Zahnbürste sehr hilfreich sein. Damit lassen sich die Hörmuschel und Lautsprecher gut reinigen", erklärt Aurel Greiner von Revendo.ch.

Was muss ich sonst noch beachten?

Bevor man das Gerät übergibt, sollte es sauber gereinigt sein. Alle persönlichen Daten sollte man in der Cloud oder lokal sichern, damit diese einfach auf das neue Gerät übernommen werden können. Dann sollte man auf dem Gerät alle Inhalte löschen und das iPhone auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Wichtig sei die Diebstahlsperre (Wo-ist-Funktion) vorab zu entfernen, erklärt Greiner.

Wie viel Geld gibt es denn jetzt?

Einen goldenen Richtwert gibt es nicht. Schließlich hängt dies jeweils von Angebot und Nachfrage ab. Jedoch gibt es auch die Option, sein Gerät nicht privat, sondern einem sogenannten Refurbish-Anbieter zu verkaufen. Diese kaufen, reinigen und bereiten gebrauchte Geräte wie Smartphones wieder auf. So gibt es zum Beispiel für ein funktionierendes iPhone 12 Pro Max (512 GB) mit sichtbaren Gebrauchsspuren, Zubehör und einem Akku, der noch 80 Prozent Kapazität hat 670 Euro. Der Erlös ist dort zwar etwas geringer, als wenn man direkt verkauft, man spart sich dafür sämtliche Bemühungen, so Fuks. Bezüglich Preis zeigt sich auf Ricardo die Erfahrung, dass Auktionen ab 1 Euro am Ende die höchsten Preise erzielen. "Dazu braucht es einfach etwas Mut, der sich oft bezahlt macht", sagt Fuks.

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