Es ist ein allzu bekanntes Szenario: Nach einem anstrengenden Tag lockt die Couch, der Fernseher läuft - und schon fallen einem die Augen zu. Was gemütlich wirkt, sollte aber nicht zur Gewohnheit werden.
Denn wer regelmäßig auf dem Sofa einschläft, schadet seiner Gesundheit langfristig. Sofas sind nicht für stundenlanges Liegen konzipiert. Die Polsterung ist oft zu weich und gibt ungleichmäßig nach.
Das führt dazu, dass schwere Körperpartien wie das Becken zu tief einsinken, während der empfindliche Lendenwirbelbereich keine Stütze erhält, heißt es auf Utopia. Die Wirbelsäule wird dadurch in eine unnatürliche Position gezwungen.
Besonders problematisch: Wenn die Armlehne als Kopfkissen dient, knickt die Halswirbelsäule ab. Die unergonomische Haltung führt zu Verspannungen sowie Nacken- und Rückenschmerzen. Am nächsten Morgen fühlt man sich wie gerädert.
Doch nicht nur der Körper leidet. Auch die Umgebung im Wohnzimmer ist alles andere als schlaffördernd. Licht und Geräusche vom Fernseher verhindern, dass der Körper in einen tiefen, erholsamen Schlaf findet.
Ein weiteres Problem ist psychologischer Natur: Unser Gehirn verknüpft Orte mit bestimmten Handlungen. Wer regelmäßig auf der Couch einschläft, trainiert sein Gehirn darauf, dass das Sofa der Ort zum Einschlafen ist.
Die Folge: Das Bett verliert seine Funktion als primärer Schlafplatz. Wacht man nachts auf und wechselt ins Schlafzimmer, ist der Körper oft schon wieder wacher. Das eigentliche Einschlafen im Bett wird dadurch erschwert.
Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) empfiehlt deshalb klar: "Schlafen Sie nicht außerhalb des Bettes (z. B. Sofa)." Wird das gelegentliche Einnicken zur Gewohnheit, riskiert man eine Abwärtsspirale aus schlechter Schlafqualität, Schmerzen und langfristigen Schlafstörungen.
Der wichtigste Schritt: Das Bett wieder zum alleinigen Schlafplatz machen. Geh bewusst ins Schlafzimmer, wenn du merkst, dass du müde wirst. Eine ruhige, dunkle und gemütliche Atmosphäre im Schlafzimmer hilft dabei.