Österreich

Darum zahlen Favoritner bald viel mehr Miete

Favoriten verändert sich derzeit stärker als jeder andere Wiener Bezirk. Das bringt Vorteile, aber auch höhere Mieten.

Heute Redaktion
Teilen
Blick auf Wien--Favoriten
Blick auf Wien--Favoriten
Bild: Google Maps

Favoriten lebt: Am 2. September geht die U1-Verlängerung bis Oberlaa in Betrieb und erschließt damit einen dicht bebauten Teil Wiens. Nur zwei Tage später gilt das Parkpickerl in Favoriten, was für angenehmere Parkmöglichkeiten sorgen soll. Mit dem Sonnwendviertel und dem neugestalteten Hauptbahnhof sowie der geplanten Umgestaltung der Favoritenstraße wird der Bezirk zudem attraktiver.

Gleichzeitig wird es für die Favoritner aber teurer. Bereits zuvor sind, wie der "ORF" berichtet, die Mieten im 10. Bezirk um vier Prozent und die Eigentumspreise um sechs Prozent gestiegen. In den übrigen Wiener Bezirken betrug der Anstieg gerade einmal die Hälfte. Während um die U1-Verlängerungen auch die Neubauten zum Großteil schon belegt sind, kündigen sich nun weitere Mieterhöhungen an.

Kurzparkzone von 9 bis 19 Uhr

Die Kurzparkzone wird in Favoriten wie in den anderen Wiener Bezirken außerhalb des Gürtels (ausgenommen der Stadthallen-Zone im 15.) von Montag bis Freitag (werktags) von 9 bis 19 Uhr gelten. Das Parken ist mit Parkschein oder Handy-Parken maximal 3 Stunden möglich. Mit Parkpickerl können Bewohner zeitlich unbegrenzt parken und auch die angrenzende Überlappungszone im 12. Bezirk nützen.

In den durch Verkehrszeichen ausgewiesenen Geschäftsstraßen gilt die Kurzparkzone mit einer Parkdauer von 1,5 Stunden von Montag bis Freitag (werktags) von 8 bis 18 Uhr und am Samstag (werktags) von 8 bis 12 Uhr. Bewohner parken hier mit Parkpickerl und Parkscheibe ebenfalls 1,5 Stunden.

Verbesserte Öffi-Verbindungen

Die Verlängerung der U1 bis Oberlaa bringt fünf neue Stationen. Mit einer Strecke von über 19 Kilometern wird die U1 dann die längste U-Bahn der Stadt sein. Die Intervalle zur Morgenspitze werden weiterhin 2:30 Minuten betragen, untertags 3:45 Minuten und in der Stoßzeit am späten Nachmittag 3 Minuten. Jeder zweite Zug fährt nach Oberlaa, die anderen bis Alaudagasse.

Im Netz der Wiener Linien wird die Station Alaudagasse zu einem wichtigen Knotenpunkt und die Betriebszeiten vieler Linien werden ausgeweitet, damit die erste und letzte U-Bahn gut erreicht werden können. Die Industriezonen in Inzersdorf werden sowohl an die U1 als auch an die U6 angebunden sein. Einen neuen Busanschluss gibt es auch für die S-Bahn-Stationen Blumental (67A) und Kledering (70A). (rfi)