Wien

Im Wiener "Anabol" gibt es gesundes Essen grammweise

Eiweiß, Vitamin, Kohlenhydrat, Omega-3-Fettsäure? Grammgenau kann man die Zutaten im Anabol wählen. Der Betreiber ist Bodybuilder und kennt sich aus.

Heute Redaktion
Leistungssportler Andreas Pürzel hat Architektur studiert und baut heute professionell seine Gastronomie aus. 
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Sabine Hertel

Durch einen 250 Jahre alten indischen Türrahmen betritt man das Anabol in der Wehlistraße 291 im Marina Tower (Leopoldstadt). Den hat Bodybuilder Andreas Pürzel (38) aber nicht selbst aus Indien hergetragen, obgleich er das mit links bewältigt hätte. Nein, den Rahmen gab es in Wien beim Antiquitätenhändler zu kaufen. Den Blick fürs Detail hat der Gym-Betreiber und Gastronom Andreas Pürzel aber nicht nur beim Türrahmen bewiesen – auch bei seinen Speisen und der Bestell-App geht es um Nuancen.

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    Kellner Thomas macht ein to-go-Gericht - über die App kann man bestellen
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    Sabine Hertel

    "No Limits" – einfach leiwand essen ist auch drin

    Im Anabol wird anders gekocht: Steak ohne Fett – kein Problem, oder hochkalorisch – das geht auch. "Gute Kalorien durch sinnvolle Makronährstoffverteilung und sättigend mit ausgezeichneten Aromen" ist laut Pürzel das Ziel der Gerichte. Der Fantasie sind jedoch keine Grenzen gesetzt, alle Menüs können aufs Gramm genau individualisiert werden – "No Limits" lacht Pürzel, der aus Neunkirchen (Niederösterreich) stammt. Wer Gusto auf richtig unvernünftig hat, der kann auch das auch haben. No Limits.

    "Heute" hat beim Besuch "Fancy Tartare" gekostet – das ist Beef Tartare mit Guacamole um 14.50 Euro (Tipp!). Außerdem die Bowl Ikarimi, ein Lachsfilet mit Reis, Gemüse und Raffinessen um 22,50 Euro. Beides hat überzeugt. Es sind große schmackhafte Portionen, sehr bunt und mit vielen Zutaten. Danach kann man einen Baum ausreißen.

    Anabol heißt einfach nur aufbauen

    Der Name "das Anabol" ist voller Ernst, so Andreas Pürzel. "Aber klar war mir schon, dass man sich damit auf dünnes Eis begibt. Dabei heißt anabol ja einfach nur aufbauen."

    Ob er unsportliche Gäste gut ertragen kann? "Ja, absolut" lacht Pürzel, das sei die Hauptzielgruppe. "Wir wollen Fitness und Ernährung an die breite Masse herantragen." Neben ausgezeichneten Speisen auch aufzeigen, was Ernährung bewirkt – das sei sein Anspruch, so Pürzel. Wer sich in das Thema vertiefen will, kann sich in den Büchern fortbilden, die im Restaurant in den Regalen stehen. Bestellen kann man online, über die Anabol App oder einfach im Lokal, wo es sehr gemütlich ist und stylish ist.

    Koffein spielt im Leistungssport eine große Rolle

    Kaffee spielt beim Sport auch eine große Rolle. Mit Koffein im Blut bringt man noch ein bisschen mehr als ohne, so Pürzel. Der Kaffee im Anabol treibt nicht nur an, er schmeckt auch. Geröstet wird er bei Nomi Coffee Modul in der Wiener Josefstadt.

    Und: Im Anabol gibt es sogar Alkohol! Eine große Auswahl an Whisky, Wein und Bier steht bereit. "Damit haben wir gehadert. Aber letztlich leben Menschen, die manchmal Alkohol trinken, nachweislich länger und entspannter – wobei man nicht weiß, ob sie länger leben, weil sie trinken, oder weil sie einfach entspannter sind".

    Kein Gramm in die Tonne

    So detailliert wie sein Business plant Pürzel auch den Umgang mit den Ressourcen. "Bei uns wird kaum etwas weggeworfen". In einer Excel Tabelle hat er alles aufgelistet: Erdbeere, Mango, Weintraube – es wird so gemanagt, dass daraus Säfte entstehen, Desserts oder Salate, weit bevor ein kritischer Punkt erreicht ist.

    Wer jetzt an sich herab schaut und sich fragt, ob das Anabol das richtige Lokal für ihn ist, dem sei gesagt: Die meisten Gäste sind zwischen 30 und 50 Jahren. Und 80 Prozent der Gäste sind Nicht-Trainierende. Auch wer Essen mehr liebt als Sport ist herzlich willkommen. Der Plan von Pürzel ist, mit seinem Gastro-Konzept europaweit zu expandieren.

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