Das bemüht lustige "Miss Austria"-Finale

Bild: Harald Lachner
Sonntagabend ging das große PULS 4 Live-Finale zur "Miss Austria Wahl 2013" über die Bühne mit dem Ergebnis: Ena Kadic ist "Miss Austria 2013" und das Moderationsteam konnte keine Glanzlichter setzen.
Sonntagabend ging das große über die Bühne mit dem Ergebnis: Ena Kadic ist "Miss Austria 2013" und das Moderationsteam konnte keine Glanzlichter setzen.

49.000 Österreicher waren via TV live dabei, als die neue "Miss Austria" gekrönt wurde. In drei Durchgängen mussten sich die anfänglich 17 Missen beweisen und die Jury davon überzeugen, dass sie die Schönsten der Schönsten sind. Waren nach der ersten Runde nur noch zehn Mädchen übrig, die sich den persönlichen Fragen von Moderator Alfons Haider stellen mussten, wurde die Zahl der Mädchen danach halbiert.

Im bemüht lustigen Finale, in dem nicht nur die fünf Missen, sondern auch das Publikum zittern musste, wurde schließlich Vize Miss Tirol Ena Kadic zur neuen "Miss Austria" gekrönt. Neben vier großen Werbeverträgen und der Teilnahme an der "Miss World"-Wahl in Indonesien, winkt der Siegerin auch ein nagelneuer Fiat 500 im Wert von 15.000 Euro.

"Ich hoffe, es hat Ihnen Spaß gemacht", mit diesen Worten verabschiedete sich Alfons Haider vom Miss-Austria-Finale. Seine Co-Moderatorin Sylvia Schneider fühlte sich überraschenderweise von der Fernseh-Floskel angesprochen und antwortete ihm prompt: "Mir hat es Spaß gemacht". Gut, dass wir das geklärt haben. Denn für das TV-Publikum blieb der vielzitierte Spaß leider auf der Strecke.

Alfons Haider neigte in der gesamten Sendung zur Übertreibung, ("Eigentlich haben wir noch eine Miss hier, Sylvia Schneider" oder "Normalerweise sagt man, 'Steirermen san very good', aber es müsste heißen, Steirerwomen san much better") und brachte das Publikum leider nur sehr selten zum lachen. Auch Sylvia Schneider konnte keine Glanzlichter setzen. Jury-Mitglied Barbara Reichard, einer Friseurin, stellte sie journalistisch so wertvolle Fragen wie: "Ist es schwer, so schöne Damen noch schöner zu machen?", "Muss eine Miss eigentlich immer noch lange Haare haben?" oder solidarisierte sich mit den 17 Kandidatinnen: "Jede von uns hat ihr eigenes Köpfchen".

Amüsant wurde es immerhin gegen Ende der Live-Sendung, wenngleich auch eher unfreiwillig. Als Schneider den Juror und Fotografen Manfred Baumann fragte, "wie denn der Kirk so in echt" sei? Baumann hatte laut Schneider "alle Hollywoodstars vor der Linse", und eben auch "den Kirk", auch bekannt unter dem Namen William Shatner.

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