Das erwartet Sie in "Batman vs. Superman"

"Batman vs. Superman: Dawn of Justice" ist unser Kinofilm der Woche. Wie sich Ben Affleck als Batman schlägt und wie epochal Zack Snyders neuestes Comic-Movie geworden ist, erfahren Sie in unserer spoilerfreien Review.

Kann "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" gegen und  "Watchmen"  endlich wieder einen Kultfilm ins Kino? Die Antworten darauf finden Sie in unserer Review von "Batman vs. Superman"... 

Als Superman () schlägt vor, vorsorglich Kryptonit nach Metropolis zu schaffen, um im Fall der Fälle eine Waffe gegen den Helden parat zu haben.

Die Senatorin June Finch (Holly Hunter) blockiert Luthors Pläne. Batman (Ben Affleck) hingegen will dem Milliardär das Kryptonit abjagen, um selbst gegen Superman vorgehen zu können. Er sieht den Mann aus Stahl als Bedrohung für die gesamte Menschheit. Soviel zur Handlung, nun zu den wirkich wichtigen Dingen...

Ups and Downs

Epochal ist sie, die heiß ersehnte, lang erwartete und vorab als ultimativer Kassenschlager gehypte DC-Verfilmung "Batman vs. Superman: Dawn of Justice". Sprich: Ein Blockbuster wie er im Comic-Buche steht, mit allen Vor- und Nachteilen, die dem großen Popcornkino traditionell innewohnen.

Nach oben gereckte Daumen verdient sich etwa die Topbesetzung des Films. Da gibt es nichts, das "Batman vs. Superman" nicht zu bieten hätte: Fesche Großverdiener (Ben Affleck, Henry Cavill), aufstrebende Superstars (Gal Gadot), Charakterdarsteller (Jeremy Irons, Holly Hunter, Diane Lane) und hippe Universaltalente (Jesse Eisenberg, ) bevölkern die Leinwand. Den Wow-Faktor beanspruchen auch die fetten visuellen Effekte der Comicverfilmung für sich. Überraschend kommt das nicht gerade, genausowenig wie die Mankos des Films.

Der Plot ist völlig überladen, wird unter der vorausschauenden Konstruktion des DC-Filmuniversums (Aquaman, Wonder Woman und Justice League scharen bereits in den Startlöchern) in lustlose Teaser-Häppchen zerstückelt und bringt keinen konstanten Spannungsbogen zustande. Darunter leiden auch die Charaktere, die Regisseur Snyder als eindimensionale Actionfigürchen von Kampfszene zu Kampfszene schiebt.

Ob Ben Affleck einen guten Batman abgibt oder nicht... bleibt somit offen. Affleck hat zwar klare Charisma-Defizite, diese können aber auf die verästelte Struktur des Plots und Batmans abgewälzt werden. Unabhängig davon ist der neue, vorab stark von den Fans kritisierte Look des Fledermausmannes eindeutig gewöhnunsbedürftig (Stichwort: Gummimaske).

Team Batman

Trotzdem gehören dem dunklen Rächer die besten Momente von "Batman vs. Superman". Die Anfangs-Slo-Mo, die uns einmal mehr Bruce Waynes Vergangenheit erläutert, erinnert an den guten alten Zack Snyder aus "Watchmen"-Tagen; der bereits im angespielte Batman-vs.-All-Fight ist ein echtes Action-Zuckerl, und die fahrbaren Untersätze des Superhelden verdienen das Prädikat "Nerdgasm".

Darüber hinaus kann Batman die Krone als interessantester Held des Comic-Blockbusters ohnehin nicht streitig gemacht werden. Superman ist dafür als unkaputtbarer Strahlemann, den nicht mal böse Gerüchte jucken, denkbar ungeeignet. Wonder Woman (Gal Gadot) dient lediglich als optischer Aufputz und Gedankenstrich zu den ausstehenden DC-Filmen.

Bösewicht, Klischees und Leihgaben

Der Fledermausmann wird lediglich von Lex Luthor überstrahlt. Den spielt Jesse Eisenberg als flippiger Größenwahnsinniger gespielt und tadellosen Comicmovie-Schurken. Wir müssen seine Motive und Strategien nicht verstehen können, um ihm auf den Grund zu gehen. Der Mann ist genial, stinkreich, ein Bösewicht! Auf die Klischees, die er heraufbeschwört ("Was haben sie getan?", "Möge Gott unser aller Seelen gnädig sein!") hätte man allerdings verzichten können.

Luthors Mark-Zuckerberg-Touch gefällt da schon besser. Eisenberg spielte den Facebook-Gründer bekanntlich in lassen grüßen...

Kultfrage und Altersfreigabe

Den Kultstatus seiner früheren Regie-Arbeiten wird Zack Snyders neuester Film nicht erreichen. "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" ist kein düsteres Meisterwerk geworden, sondern ein durchschnittliches Blockbuster-Epos.

Zum Abschluss noch ein Wort des Lobes: Das PG-13 steht der DC-Adaption unerwartet gut. Nur eine Szene könnte in der angekündigten erheblich besser aussehen. Um welche es sich handelt, verraten wir natürlich nicht. Dass Batman darin vorkommt, versteht sich aber von selbst.

"Batman vs. Superman: Dawn of Justice" startet am 25. März in den österreichischen Kinos.

 

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