So schadet die Coronavirus-Infektion dem Gehirn

Inwiefern beeinflusst eine Coronavirus-Infektion das Gehirn?
Inwiefern beeinflusst eine Coronavirus-Infektion das Gehirn?istock
Das Gehirn wird nach einer Infektion nicht verschont. Das Coronavirus kann die Persönlichkeit des Menschen beeinflussen und seine Psyche verändern.

Bislang ist es Forschern noch nicht möglich mit Sicherheit zu sagen, welche Folgen eine Coronavirus-Infektion haben kann. Für Langzeitstudien ist der bisherige Beobachtungszeitraum zu kurz. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass Organe dauerhaft mit Corona-Folgen zu kämpfen haben und der Körper langfristige Schäden erleiden könnte. Dass auch das Gehirn von Spätfolgen betroffen sein kann, ist bekannt. Doch das Ausmaß nicht.

Durch Erreger, die sich im Gehirn verbreiten, kann in späterer Folge ein Schlaganfall ausgelöst werden. Es gibt jedoch auch noch weitere neurologische Probleme, die auftreten können, wie Forscher nun herausfanden. Das hängt damit zusammen, dass das Coronavirus (wie auch andere Viren) eine starke Immunantwort auslösen kann.

Hirnschäden lösen Persönlichkeitsveränderungen aus

Es kann daher nicht nur zu einem kurzen Versagen von Aktivitäten im Gehirn kommen, sondern zu einer Veränderung unseres Geisteszustandes, unseres Bewusstseins, unserem Verhalten und unserer Persönlichkeit. Zudem kann ein Virenbefall sich auf das periphere Nervensystem auswirken. Diese Folgen sind vor allem bei einem schweren Verlauf zu beobachten. Die Studie, die die neurologischen Folgen erforscht, wurde im "The Lancet" veröffentlicht.

Psychiatrische Probleme treten eher bei jungen Menschen auf

Die Symptome, auf die Ärzte stießen, waren teilweise beängstigend. Wie die Daten von 125 Patienten ergaben, erlitten 57 von ihnen einen Schlaganfall und ein Großteil verfügte über einen veränderten Geisteszustand mit Phasen der Verwirrung und des Deliriums. Auch psychiatrische Symptome wie eine Psychose traten auf. Dabei war das Alter kein definierender Faktor für die Schwere der Symptome. Die psychiatrischen Symptome traten vor allem bei 20- bis 40-Jährigen auf.

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