Bei "Enso" in der Wipplingerstraße 1 (City) wird traditionelles Ramen kräftig umgerührt und modernisiert. Fürs geschmackliche Upgrade sorgen regionale, österreichische Zutaten, die in Japan sonst nicht im Suppentopf landen: Ungewöhnliche Kombinationen wie Ramen mit Bärlauchöl hat sich Junggastronomin Sophie Kernreiter ausgedacht: "Ich bin keine gelernte Köchin und dadurch freier im Denken. Statt zu überlegen, was man kombinieren darf, nehme ich Zutaten, die mir schmecken und probiere es einfach aus", erklärt sie ihr Ramen-Experiment. Wenig traditionell sind auch die vegetarischen Brühen, wodurch die sonst schweren Ramen-Gerichte zu einer leichteren und gesünderen Mahlzeit werden.
Besonders beliebt ist das Classic Chicken (12,50 €) mit geröstetem Mais und sauren Radieschen. Veganer können die Süßkartoffelbrühe (11,50 €) mit Tofu und Brokkoli direkt aus der Schüssel schlürfen – etwas, wozu man im Lokal auf einem Schild ausdrücklich aufgefordert wird. Aufgepeppt wird die Suppe noch mit einem crunchy Topping und einem Öl nach Wahl. Am Tresen schlürfen oder abholen und mitnehmen geht Montag bis Freitag von 11 bis 20 Uhr.
Was nicht in die Ramen hineinkommt: Glutamat und Geschmacksverstärker. Für ein Umami Erlebnis im Mund sorgen Shiitake Pilze, Parmesan oder Miso. Kombiniert werden typisch asiatischen Produkte mit regionalen Zutaten, wie Eiern aus Bio- und Freilandhaltung. Hühnerfleisch liefert die Fleischerei Zotter aus der Steiermark und der Schweinebauch für "Sesam Tonkotsu" kommt von der niederösterreichischen Fleischerei Höllerschmid. Erfrischende Alternative zu Ramen ist der Spicy Tofu Udon Salat. Das Lokal führt sie gemeinsam mit Kaspar Kunz, der Wien mit hawaiianischen "Honu Tiki Bowls" versorgt.