Das ist die teuerste Toilette der Welt

Bild: ISS

Am 19. November ist wieder Welttoilettentag. Dieser wurde von den Vereinten Nationen ausgerufen, um daran zu erinnern, dass 4 von 10 Menschen, also 40 Prozent der Gesamtbevölkerung, noch immer keine Toilette haben. Und damit keinerlei Zugang zu Sanitäreinrichtungen, die wichtig für die Gesundheit sind. Alle anderen verbringen durchschnittlich ganze drei Jahre ihres Lebens auf der Toilette, mehr als 20 Minuten am Tag, 2.500 Mal pro Jahr. Was einst ein stilles Örtchen war, ist heute ein smarter Hightech-Ort.

Am 19. November ist wieder Welttoilettentag. Dieser wurde von den Vereinten Nationen ausgerufen, um daran zu erinnern, dass 4 von 10 Menschen, also 40 Prozent der Gesamtbevölkerung, noch immer keine Toilette haben. Und damit keinerlei Zugang zu Sanitäreinrichtungen, die wichtig für die Gesundheit sind. Alle anderen verbringen durchschnittlich ganze drei Jahre ihres Lebens auf der Toilette, mehr als 20 Minuten am Tag, 2.500 Mal pro Jahr. Was einst ein „stilles Örtchen“ war, ist heute ein smarter Hightech-Ort.

Bereits im antiken Rom war der Toilettengang ein überaus geselliges Ereignis. Denn Aborte boten Platz für 50 bis 60 Leute. Ein besonders beliebter Treffpunkt der gehobenen Gesellschaft waren die Pracht-Latrinen des Imperiums. Hier traten sogar Dichter und Sänger auf. Mosaike wie in Pompeji, Säulen und Fußbodenheizung verbreiteten Glanz und Behaglichkeit. Man saß ungezwungen beieinander, erfuhr den neuesten Tratsch und schloss nebenbei auch noch Geschäfte ab. Heute sind Toiletten private Orte mit hochwertiger Hightech-Ausstattung: Dusch-WCs inklusive beheiztem Sitz, Musik- und sogar Lichtanlage.  

Was die Mondlandung mit der Erfindung des Dusch-WCs zu tun hat

Im Jahr 1956 träumte der Schweizer Büromaschinenkonstrukteur Hans Maurer nachts von einem Dusch-WC. Am Morgen sagte er zu seiner Frau Lilly: „Wir fliegen bald zum Mond, aber wir tun es in dreckigen Unterhosen.“ Das mit dem Mond wurde Wirklichkeit, die Antwort von Maurer auf die dreckigen Unterhosen war der Closomat, das erste Dusch-WC mit Bidet-Funktion. Dieses erwies sich in der Praxis als ähnlich ambitioniertes Projekt wie die Mondlandung. Rund 10.000 patentierte Dusch-WCs verkaufte Maurer zwischen 1961 und 1976, vornehmlich in der Schweiz. Nach Ablauf des Patentschutzes tauchten in Japan bald Kopien des Closomat auf, die rasch den asiatischen Markt eroberten.

Außerirdisch – die teuerste Toilette der Welt

Diese befindet sich nicht auf Erden, sondern im All. Es ist das Klosett auf der internationalen Weltraumstation ISS. Für knapp 14 Millionen Euro kaufte die US-Weltraumbehörde NASA die High-Tech-Anlage von Russland. Die außerirdische Toilette ermöglicht es unter anderem, Urin zu Trinkwasser aufzubereiten.

Toilettenpapier: Wie nehmen Sie es denn?

Viel Wind wird auch ums Toilettenpapier gemacht, denn jeder Mensch verbraucht durchschnittlich 20.000 Blatt pro Jahr. Die Industrie unterscheidet zwischen vier verschiedenen Benutzergruppen. Es gibt Falter, Knüller, Wickler und Einzelblatt-Abreißer. Besucher öffentlicher Toiletten und Restaurants in China kann dies egal sein, denn sie müssen ihr Toilettenpapier ohnehin selber mitbringen. Weil die Nachfrage nach dem Hygieneartikel im Reich der Mitte mittlerweile so hoch ist, experimentieren einige Hersteller angeblich schon mit Stroh und Zuckerrohr als Ersatzrohstoffe für die Papierherstellung.

Die goldene Mitte, die richtige Wahl beim Toilettengang?

Mikrobiologen der Universität Arizona empfehlen, auf öffentlichen WCs stets die erste Toilette zu wählen. Die Kabine am Eingang werde am wenigsten benutzt und sei  deswegen in der Regel die sauberste. Die meisten Toiletten-Besucher seien sich dessen allerdings nicht bewusst und favorisierten die goldene Mitte. Überhaupt ist die Klobrille sauberer als ihr Ruf. Verglichen mit Telefonhörern, Tastaturen und Computermäusen ist die Keimbelastung auf Toilettensitzen, so die US-Forscher, geradewegs unbedeutend.

Sauberer als Ihr Ruf.

Aus Hygienesicht haben WCs oft einen üblen Ruf. Tests zeigen, dass die Angst vor Keimen am WC aber unbegründet ist. Tatsächlich befinden sich auf einem Haushalts-Schneidebrett 200 Mal mehr Fäkalstoffe als am Toilettensitz. Ein Küchenschwamm hat sogar 200.000 Mal mehr Bakterien. Wenn eine Toilette vom ersten Eindruck her in Ordnung erscheint, ist sie in der Regel das sauberste Objekt im Bad.

Selbstreinigende Toilette

Selbstreinigende WCs gibt es bereits. Ingenieure und Designer des Flugzeugbauers Boeing haben diese entwickelt. Mittels UV-Strahlung werden hier in nur drei Sekunden 99,9 Prozent aller Bakterien auf den Oberflächen beseitigt.

 

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