Van der Bellens dramatischer Klima-Appell zum Earth Day

Bundespräsident Alexander Van der Bellen.
Bundespräsident Alexander Van der Bellen.picturedesk.com
Zum Internationalen Tag der Erde erinnert Bundespräsident Alexander Van der Bellen an die Wichtigkeit des Klimaschutzes.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat anlässlich des Internationalen Tages der Erde ("Earth Day") einen eindringlichen Appell an die Staatengemeinschaft gerichtet, rasche und mutige Schritte zur Bekämpfung der Klimakrise einzuleiten.

"Die bisher angekündigten Maßnahmen der internationalen Staatengemeinschaft reichen nicht aus, um die Erderhitzung auf ein verträgliches Maß zu begrenzen. Wenn jetzt nicht rasch gehandelt wird, werden katastrophale Auswirkungen auf alle Lebensbereiche und in allen Weltregionen nicht mehr zu verhindern sein", so Van der Bellen in einer Aussendung am Mittwoch. "Niemand will, dass unsere Gletscher völlig verschwinden, Unwetter, Überschwemmungen, Hitzewellen und Dürren zunehmen, landwirtschaftliche Erträge geringer werden und unsere Lebensqualität sinkt. Alle Staaten müssen daher deutlich nachbessern, auch Österreich."

Virtueller Klima-Gipfel

Zuversichtlich stimmen Van der Bellen aber die jüngsten Entwicklungen: Die USA und China, die gemeinsam für die Hälfte aller derzeitigen Emissionen verantwortlich sind, anerkennen mittlerweile die Dringlichkeit der Klimakrise und handeln gemeinsam. Ermutigend sei auch der von US-Präsident Joe Biden für 22. und 23. April angesetzte virtuelle Klimagipfel, bei dem unter anderem die Staaten mit dem höchsten CO2-Ausstoß teilnehmen sollen.

"Ich begrüße die Initiative von US-Präsident Biden ausdrücklich und wünsche dem 'Leaders Summit on Climate' einen vollen Erfolg. Ich erwarte mir ein klares Bekenntnis vor allem von den USA, China, Indien, Russland, Brasilien und natürlich der EU, ihre Emissionen rasch und deutlich zu senken. Noch haben wir es in der Hand, gegenzusteuern", appelliert der Bundespräsident.

Ziel müsse es laut Van der Bellen sein, die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen bis 2050 weltweit auf "netto-null" zu bekommen. Dieses Ziel ist auch in der Klimainitiative des Bundespräsidenten festgeschrieben, die bislang von 37 Staats- und Regierungschefs unterstützt wird.

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