Das ist Wiens oberster "Räuber-Jäger"

Er macht Jagd auf Bösewichte - vorwiegend nach Banküberfällen, Juwelierrauben, Überfällen auf Geldtransporte oder Wettbüros: Oberstleutnant Robert Klug leitet im Wiener Landeskriminalamt die Ermittlungsbereiche Raub, Umweltkriminalität und Brand.
Er macht Jagd auf Bösewichte - vorwiegend nach Banküberfällen, , Überfällen auf Geldtransporte oder Wettbüros: Oberstleutnant Robert Klug leitet im Wiener Landeskriminalamt die Ermittlungsbereiche Raub, Umweltkriminalität und Brand.

Am meisten gefordert wird er von ersterem. Alleine seit Jahresbeginn bis Mitte April hatte er elf Juwelierraubüberfälle zu klären - doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

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Der oberste "Räuber-Jäger" wäre aber nichts ohne sein knapp 30-köpfiges Team. "Meine Mitarbeiter haben in Wirklichkeit die Knochenarbeit", sagte Klug. "Die würden sich ihre Arbeit mittlerweile schon ein bisschen weniger spannend wünschen."

Seit Jahresbeginn (bis Mitte April) hatten sie - neben anderen Kerndelikten wie Bankrauben, Wettbüroüberfällen etc. - bereits elf Juwelierüberfälle in Wien zu klären bzw. arbeiten intensiv daran. Der Oberstleutnant koordiniert die Arbeit und macht sich von (fast) jedem Tatort selbst ein Bild.

Immer einen Schritt hinten

Auf die Frage, was für ihn Erfolg bedeutet, antwortete Klug: "Ein wirkliches Erfolgserlebnis habe ich, wenn der Täter hinter Schloss und Riegel sitzt und dann verurteilt wird. Aber gerade in dem Bereich darf man nicht unbescheiden sein. Da ist es durchaus schon ein Erfolg, wenn man DNA-Material sichert, sprich Spuren von der Tat (...), weil das in den meisten Fällen irgendwann zum Täter führt und er dann irgendwann erwischt wird."

Dennoch weiß Klug, dass er der Taktik seines Gegners unterlegen ist. "Dass wir immer wieder hinten nach sind, bringt der Beruf des Kriminalbeamten. Ein Kriminalbeamter muss hinter der Tat sein (...) zuerst muss die Tat passieren und dann erst kann er zu arbeiten beginnen. Es gibt hie und da die schöne Situation, wo man weiß, dass jemand eine Tat verüben wird..." Das bleibt aber die Ausnahme.

(APA/ red)
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