Das "Kettenphantom" muss 20 Jahre in Haft

Bild: Schaler

Ein 55-jähriger Montenegriner ist am Montag am Landesgericht St. Pölten von Geschworenen nach über zweistündiger Beratung wegen erpresserischer Entführung, schweren Raubes, Freiheitsentziehung, gewerbsmäßigen Einbruchs und räuberischen Diebstahls verurteilt worden.

verurteilt worden.

Der Mann soll bei Überfällen in Zusammenhang mit Einbrüchen seine Opfer gefesselt und als Geisel genommen haben. Nach der Verbüßung seiner Strafe ist für weitere zehn Jahre eine Einweisung in eine Anstalt für gefährliche Rückfallstäter vorgesehen. Der 55-Jährige kündigte Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an, das Urteil ist somit nicht rechtskräftig.

Erschwerend seien etwa das Zusammentreffen mehrerer Vergehen unterschiedlichster Ausführungen, die Tatwiederholungen sowie Tatbegehung kurz nach der Haftentlassung in Deutschland im Jahr 2008 gewesen. Mildernd habe sich lediglich ausgewirkt, dass es beim Einbruch in St.Andrä-Wördern beim Versuch blieb, erklärte Richterin Andrea Humer.

Für die Höchststrafe habe gesprochen, dass der Beschuldigte bereits in der Schweiz wegen gleichartig gelagerter Delikte verurteilt wurde und dass keine der langjährigen Freiheitsstrafen "zum Einsehen der Unrechtmäßigkeit ihrer Taten geführt hat". Auch angesichts der schweren Folgen für die Opfer sei das Strafausmaß "angemessen". Eine Einweisung sei durch die gutachterlich bescheinigte hohe Rückfallswahrscheinlichkeit notwendig gewesen.

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