Österreich

Das letzte Foto des Gigolos in Freiheit

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:44

Der fesche Tunesier Lotfi Dridi (26) wechselte Frauen wie Hemden. Jetzt sitzt er mit fünf Arabern in einer Zelle und hat Angst, dass es ihm an den Kragen geht. Denn der Gigolo soll die reiche Wienerin Sissi Wieninger-Forster (48) beim Sex erdrosselt und ausgeraubt haben. Er leugnet und schüttete einer Topanwältin sein Herz aus.

Seit Frauenheld Lotfi Dridi (26) im Sommer 2010 in Österreich auftauchte, hatte der Tunesier viele Affären und mehrere Identitäten. Jetzt beschäftigt er gleich zwei Spitzenanwälte (Astrid Wagner und Nikolaus Rast), um einen mörderischen Verdacht abzuwenden.

Am 15.September soll der Gigolo die Wiener Millionärin Sissi Wieninger-Forster (48) bei Sado-Maso-Spielen mit einem Gürtel erdrosselt und ausgeraubt haben.Vier Wochen später spürten ihn Zielfahnder in Nizza auf. Jetzt sitzt Dridi mit fünf Arabern in einer Zelle der Justizanstalt Josefstadt und schweigt bei Einvernahmen. Dafür gehen ihm bei Besuchen von Beistand Astrid Wagner das Herz und der Mund über.

Die Kernbotschaften des U-Häftlings: "Ich bin kein Mörder, sondern so soft, dass ich nicht einmal Schlagobers schlagen kann." Und: "Ich war zwei Mal in Sissis Wohnung in der Rauhensteingasse, und wir hatten Sex. In der Tatnacht aber war ich nicht dort." Der Drossel- Gürtel gehört Dridi, doch: "Ich habe ihn Sissi zur Reparatur gegeben, weil die Schnalle kaputt ist." Überdies sei er auch nicht nach Nizza geflüchtet: "Der Besuch meines Onkels dort war schon lange geplant."

Natürlich kennt Topadvokatin Wagner die massive Beweislast der Kripo. Deshalb klopft sie jetzt wie TV-Anwalt Petrocelli (mit Hilfe eines Detektives) die Behauptungen und das Psychogramm ihres Mandanten ab: Hat er ein glaubhaftes Alibi? Ist er bei Gelegenheitsjobs (Hotel Mercur, Baumax) verdächtig aufgefallen? Was sagen ihm Ex-Geliebte nach? Einer hat Dridi sogar aus Nizza ein Foto geschickt (oben) – das letzte in Freiheit.

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