Das machen Riesen-Halswirbel in der City

Ab Donnerstag stolpert man in der Wiener Innenstadt regelrecht über zwei Skulpturen. Die weißen Gebilde sind Halswirbel - und gehen ab Mai auf Tour.

Atlas und Axis sind jene zwei Halswirbel, die den Kopf stützen. Vom 27. April bis 7. Mai liegt einer davon am Graben, der zweite auf der Freyung. Die beiden überdimensionalen Skulpturen, knochenweiß, stammen von der bildenden Künstlerin Sylvia Kummer, die damit Spaziergänger zur Kommunikation anregen will.

Wenige Millimeter zwischen Leben und Tod

Verschieben sich Atlas und Axis im Körper auch nur einen Millimeter, löst das Schmerzen und Beschwerden aus. Verschieben sie sich stark führt es im menschlichen Körper zu Lähmung oder Tod. Egal, wie der Mensch aussieht und woher er stammt, Atlas und Axis sind immer vorhanden und nur wenn die beiden funktionieren, funktioniert auch der Mensch rundherum

einwandfrei.



Angreifen erlaubt – und erwünscht

Sylvia Kummer will, dass Passanten ihre Skulpturen angreifen. "Die Wirbelkörper symbolisieren für mich das Innerste jedes Einzelnen und sollen Impulse für die Auseinandersetzung mit unserem eigenen Körper und unserer Gesellschaft geben. Wie gehen wir miteinander um? Wie wichtig sind die Dinge, die wir zwar nicht sehen, die aber unser Leben bestimmen? Erkennen wir den Wert, den Vielfalt für unser Leben hat?", fragt Kummer sich und alle, die an Atlas und Axis vorbeikommen.

Ab 7. Mai gehen die Halswirbel auf Tour durch Wien:

• Ab 8. Mai 2017 werden die Skulpturen am Jodok-Fink-Platz (bekannt auch als Piaristenplatz) im 8. Bezirk installiert.

• Vom 29. Mai bis 6. Juni 2017 sind sie im Kreuzungsbereich

Mariahilferstraße / Neubaugasse (Bundesländerplatz) zu sehen

• Ab 7. Juli 2017 machen sie am Platz der Menschenrechte in Wien-Neubau Station.

• Ab 9. Juni gastieren Axis und Atlas in der Galerie "die Schöne" in Ottakring (bis 11. Juni)

Mehr Infos auf atlasaxis.at

(lam)

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