Das neue Leben des Rotlicht-Königs Steiner

Bild: Sabine Hertel

Im "Mafia"-Prozess hat Richard Steiner (43) gute Karten. Die Anklage bricht ein wie ein kariöser Zahn. Trotzdem hat Wiens früherer Rotlicht-König offenbar genug vom Milieu. Denn in einer Verhandlungspause verrät er: "Meine Zukunft heißt Exakt. Das ist ein Top- Wodka aus österreichischem Getreide und Hochquellwasser. Sorgfältig destilliert, garantiert ohne Fuselstoffe. Mein Wort darauf als Generaldirektor."

. Die Anklage bricht ein wie ein kariöser Zahn. Trotzdem hat Wiens früherer Rotlicht-König offenbar genug vom Milieu. Denn in einer Verhandlungspause verrät er: "Meine Zukunft heißt Exakt. Das ist ein Top- Wodka aus österreichischem Getreide und Hochquellwasser. Sorgfältig destilliert, garantiert ohne Fuselstoffe. Mein Wort darauf als Generaldirektor."

Glauben ist gut, ein Vergleichstest besser. Nächster Treffpunkt daher: der "Planter's Club", Wiens erste Adresse für Edelsprit. "Heute" bringt vier Wodka-Marken mit, Steiner seinen "Exakt". Sommelier Robert Stark tritt zur Blindverkostung an. Bestnote: 20 Punkte.

Erstes Glas: "Eher schlank und nicht sehr mild, 14 Punkte" (Russian Standard).

Zweites Glas, Starks Urteil: "Scharf, billiger Nachgeschmack, 12 Punkte" (Grey Goose).

Nächste Probe: "Würzig, aber für mich zu scharf, 13 Punkte" (Wyborowa).

Viertes Glas: "Elegant, intensiv, schmeckt fein, mild im Abgang, 18,5 Punkte" (Exakt).

Letzter Schluck: "Homogen und seidig, 15 Punkte" (Absolut).

Der stille Beobachter Steiner freut sich wie ein Kind über den Punktesieg, was berührt. Der Mann ist mit allen Wassern gewaschen. Jetzt beginnt er mit einem Wässerchen ein neues Leben.

Wolfgang Höllrigl

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