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Das passiert, wenn du dein Ladekabel eingesteckt lässt

Du lässt dein Ladekabel oft in der Steckdose stecken, ohne, dass du etwas lädst? Das kann nicht nur ins Geld gehen, sondern auch die Geräte schädigen.

Rene Findenig
Das Ladekabel einfach an der Steckdose hängen lassen? Nicht die beste Idee!
Das Ladekabel einfach an der Steckdose hängen lassen? Nicht die beste Idee!
Getty Images/iStockphoto

Viele von uns lassen das Ladekabel einfach in der Steckdose, wenn das Handy aufgeladen und abgesteckt ist. Doch ist das sinnvoll – oder gar gefährlich? Das Handy muss schließlich sowieso meist täglich geladen werden und bleibt das Ladegerät an der Steckdose, entfällt die Suche nach dem Ding. Aber ist das gescheit? Um das zu verstehen, muss man erst mal wissen, was ein Ladegerät genau ist. In dessen Innerem gibt es einen Transformator. Dieser wandelt Strom aus der Steckdose so um, dass er das gekoppelte Smartphone nicht beschädigt.

Der Transformator sorgt dabei für "Leerlaufstrom", was bedeutet, dass immer eine geringe Strommenge fließt – egal ob ein Smartphone angehängt ist oder nicht. Das lässt sich oft dadurch erfühlen, dass das Ladegerät leicht warm ist, auch wenn gerade nichts geladen wird. Das Ladekabel verbraucht also schon einmal Strom, wenn es ständig an der Steckdose hängt. Ein Kostenfaktor? Ja. Ältere Ladegeräte sorgten für zusätzliche Stromkosten von rund zwölf Euro pro Jahr. Neuere Technik ist aber moderner. Bei vielen Geräten kostet der Dauerleerlauf nur mehr rund ein Euro pro Jahr.

Kosten können sich schnell summieren

Doch auch das kann sich letztlich summieren: Hängen mehrere Ladegeräte in einem Haushalt im Leerlauf, steigern sich die Kosten. Übrigens: In jeder Wohnung und in jedem Haus gibt es auch andere, viel stärkere Stromfresser im Leerlauf. Und die fallen dann so richtig heftig aus. Eine Mikrowelle etwa macht rund sechs Euro Zusatzkosten im Jahr aus, ein Router 18 Euro. Richtig große Strom- und Kostenfresser sind Receiver (rund 23 Euro pro Jahr), Drucker, Monitore und PCs (ebenfalls je 23 Euro pro Jahr), LCD-Fernseher (32 Euro pro Jahr) und Stereoanlagen (35 Euro pro Jahr).

Deshalb raten Profis dazu, sich abschaltbare Steckdosen zuzulegen, an denen diese Geräte gekoppelt werden. Dabei lässt sich richtig viel Geld sparen. Doch zurück zu unserem Ladekabel: Neben den Kosten steht die Frage, ob ein ständiges Steckenlassen gefährlich sein kann. Dazu zurück zum Wärme-Effekt. Ist das Ladegerät im Leerlauf, kann der Strom nirgends hinfließen. Der Strom wird deshalb in Wärmeenergie verwandelt, das Ladegerät wird warm bis heiß. Zusätzlich kommt es auf die Qualität des Kabels an.

    In der EU wird der der USB-C-Anschluss ab Herbst 2024 zum Standard.
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    IMAGO/NurPhoto

    Deswegen ist regelmäßiges Abstecken gescheit

    Bei schlecht isolierten Ladekabeln kann der Leerlaufstrom zu Kriechstrom werden. Das bedeutet, dass Strom an der Oberfläche des Isoliermaterials entlangfließen kann. Das betrifft nicht nur Billigteile von Drittanbietern: Auch Apple kämpfte in der Vergangenheit mit diesem Problem. Die Folge: Es kann kleine Stromstöße geben. Sind Kabel aber wasserabweisend oder speziell isoliert und nicht beschädigt, geht auch beim dauerhaften Betrieb keine Gefahr von ihnen aus. Billigteile können dagegen überhitzen und sogar zu brennen beginnen. Besser das Kabel abstecken, wenn es nicht gebraucht wird.