Das sagt Ex-Coach Bresnik zum Thiem-Triumph

Günter Bresnik hält Thiem für einen würdigen Champion.
Günter Bresnik hält Thiem für einen würdigen Champion.Picturedesk
Dominic Thiem hat sich zum Grand-Slam-Sieger gekrönt. Jetzt reagiert sein Ex-Trainer Günter Bresnik auf die große Sternstunde.

Es ist geschafft! Im vierten Final-Anlauf eroberte Dominic Thiem in der Nacht auf Montag seinen ersten Grand-Slam-Titel. Der 27-Jährige besiegte den Deutschen Alexander Zverev in einem packenden Endspiel in fünf Sätzen. Die Entscheidung fiel nach 4:02 Stunden erst im Tie-Break.

Die Sportwelt verneigt sich vor dem Lichtenwörther. Am Montag reagiert nun auch sein Ex-Trainer Günter Bresnik auf den großen Triumph. Er hatte Thiem über viele Jahre zu einem Weltklasse-Spieler geformt. Vor einenhalb Jahren trennte sich Thiem von seinem Coach, er wird inzwischen vom Chilenen Nicolas Massu betreut.

Im Ö1-Morgenjournal sagt Bresnik: "Ich hätte gesagt, dass das Dominic als klarer Favorit und besserer Spieler wesentlich schneller machen würde. Deshalb war es im Endeffekt entscheidend, wie Dominic mit einem 0:2-Satzrückstand, den wirklich keiner erwartet hat, umgegangen ist. Und das war für mich wieder tief beeindruckend. Das sind diese außergewöhnlichen Qualitäten, die Dominic einfach hat seit er ein Jugendlicher ist."

Bresnik spricht von einer "mentalen Meisterleistung", die der Weltranglistendritte nach dem Fehlstart auf den Court zauberte. Djokovic sei wahrscheinlich der einzige, der ihm in dieser Hinsicht das Wasser reichen könne. "Der hat sich da selber rausgespielt." Die Nummer 1 der Welt wurde im Achtelfinale disqualifiziert, weil er mit einem Frustschlag eine Linienrichterin am Kehlkopf getroffen hatte.

In Thiem und Finalgegner Zverev sieht er die Nachfolger der großen Dominatoren Djokovic, Federer und Nadal. Thiem habe aber das beste Gesamtpaket: "Das sage ich seit Jahren. Das hat er jetzt endlich bestätigt. Und ich hoffe, dass das jetzt endlich ein entsprechender Boost für die Zukunft sein wird, weil der wird sich nicht mit einem Grand-Slam-Titel zufriedengeben." 

Verdienter Sieger

"Dominic hat die vier Spieler – also die großen Vier, da zähle ich den Murray auch noch dazu – schon zu deren Bestzeiten geschlagen. Er hat heuer bei den Australian Open gegen Djokovic ein sensationelles Finale gespielt, dort aus meiner Sicht als besserer Spieler verloren. Es mag sein, dass das die bessere Leistung war rein spielerisch als gestern."

"Und diese Suderei mit diesen drei Superstars, die er wie gesagt alle schon geschlagen hat, auch auf verschiedenen Belägen, die geht den Jungen sicher auf die Nerven. Und ich glaube, dass dieser Generationenkonflikt damit gelöst ist und die Ablöse jetzt in schneller Zeit über die Runden gehen wird."

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-AccountCreated with Sketch. sek TimeCreated with Sketch.| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen