An diesem Ort bist du bei der Apokalypse am sichersten

Die Pandemie hat uns gezeigt, wie schnell eine Krise den gesamten Globus befallen kann. Das ist aber nicht die einzige Bedrohung für die Menschheit.

Davon gehen zumindest die beiden Forscher Nick King und Aled Jories von der Anglia Ruskin University in Cambridge, England, aus. Sie sehen in der Klimaerwärmung die derzeit größte Krise für unsere Zivilisation: 

"Es sind fünf Massenaussterben in der Geschichte der Erde belegt, die auf verschiedene natürliche Ereignisse und Ursachen zurückgeführt werden. Das sechste Massenaussterben ist derzeit im Gange", schreiben sie in ihrer Analyse. Aber auch ein Zusammenbruch der Finanzmärkte oder die Überbevölkerung unseres Planeten würden für die Menschheit Gefahren darstellen.

Doch wo wäre man im Ernstfall vor einer globalen Katastrophen am sichersten? Genau dieser Frage haben sich die Wissenschaftler nun in einer Studie gewidmet.  

Inseln bekommen Vorzug

Ihr Ergebnis ist für uns Österreicher ernüchternd. Wer sich davor am besten vor der Apokalypse schützen möchte, muss eine längere Reise in Kauf nehmen. Denn das Land, das in einer globalen Krise am wenigsten gefährdet ist, liegt rund 18.000 km von Mitteleuropa entfernt auf der anderen Seite des Erdballs:

Geht es nach den Forschern bietet Neuseeland die mit Abstand besten Überlebenschancen. Auch Australien samt Tasmanien sowie in Europa Island, Irland und Großbritannien würden gute Voraussetzungen bei globalen Krisen bieten.

Laut King und Jories ist es vor allem wichtig, dass das Land der Wahl auf Inseln, Archipelen oder abgeschiedenen Kontinenten liegt, die in gemäßigten Breitengraden mit starkem ozeanischen Klimaeinfluss liegen. "An diesen Orten wäre daher auch die Wahrscheinlichkeit am größten, dass es trotz Klimawandels stabile Bedingungen geben wird."

Österreich in engerer Auswahl

Weitere Aspekte, die in die Bewertung mit eingeflossen sind, waren das Vorhandensein eines autarken Stromnetzes und ob das Land genug Nahrung und Produktionsmittel für die Bevölkerung bereitstellen könnte – und ob es vor Massenmigration geschützt ist.

Österreich hat es zwar immerhin in die engere Auswahl der zwanzig stabilsten Länder geschafft, beißt aber dann in der finalen Bewertung gegen oben genannte Staaten ab. Die beiden größten Mankos: wenig landwirtschaftlich nutzbare Fläche aufgrund der Alpen und unsere Lage in Zentraleuropa, die es schwer macht, die eigenen Grenzen abzuschotten und zu sichern. 

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