Das sind die 11 Gebote gegen Hass im Internet

Christine Haberlander startet eine Kampagne gegen Hass im Netz und Cybermobbing.
Christine Haberlander startet eine Kampagne gegen Hass im Netz und Cybermobbing.Bild: Land OÖ

Cybermobbing und Hass im Netz sind derzeit dominierende Themen in unserer Gesellschaft. Das Land Oberösterreich startet nun eine Kampagne zu dem Thema.

"Wir müssen jeden einzelnen Fall ernst nehmen. Jeder Angriff im Netz ist einer zu viel", sagt LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP). Deshalb hat sie gemeinsam mit dem "Frauenland OÖ" eine neue Info-Kampagne entwickelt.

Der Inhalt: Opfer, aber auch Täter, zeigen, welche Auswirkungen Cybermobbing und Hass im Netz haben können und wie man sich wirksam schützen kann.

Im Netz (Facebook, Youtube etc.) wird dafür geworben. Zusätzlich wird zudem ein eigener Leitfaden entwickelt.

Das sind die 11 Gebote gegen Cybermobbing und Hass im Netz:

Besonders extreme oder fragwürdige Aussagen sollten kritisch geprüft werden. Dazu nutzt man am besten verschiedene Medien und Suchmaschinen und vergleicht unterschiedliche Informationen.

Nicht jedes Posting muss tatsächlich geteilt werden, nur weil es wütend oder Angst macht. Sind Aussagen in einem Posting beleidigend oder herabwürdigend, sollte sachlich klargestellt werden, dass Hasspostings nicht in Ordnung sind.

Eine richtige Nutzung der Privatsphäre-Einstellungen auf sozialen Netzwerken verhindert etwa, dass gänzlich Fremde ungefragt Kontakt aufnehmen oder auf nachteiligen Fotos verlinken können.

Die Passwörter für Social Media Accounts sollten sorgfältig ausgewählt und an niemanden verraten werden.

Niemand darf ohne Zustimmung Bilder von einem anderen Menschen ins Internet stellen, erst recht nicht, wenn sie peinlich oder demütigend sind. Auch Verspotten und Beleidigen im Netz ist verboten.

Eine Reaktion auf die Nachricht ist oftmals genau das, was sich die Absenderin oder der Absender wünscht. Das stachelt die Aggression vielleicht weiter an.

Auf fast allen Websites und sozialen Medien können andere Nutzer blockiert werden. Zudem können Nicknames, Handy-Nummern oder Mail-Adressen geändert werden, um Belästigungen zu vermeiden.

Mit der Meldefunktion auf sozialen Netzwerken können die Betreiber der Website über anstößige Nachrichten oder Belästigungen informiert werden.

Verletzende oder beleidigende Nachrichten sollten dokumentiert werden, z.B. durch Screenshots. Sie können später das Cybermobbing beweisen.

Alleine fühlt man sich schnell hilflos ausgeliefert. Unterstützung und Solidarität von Vertrauenspersonen (z.B. Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern) hilft, dieses Gefühl zu überwinden. Auch Beratungsstellen können helfen.

Vorfälle, die strafbar sein könnten, können bei jeder Polizeidienststelle gemeldet werden.

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