Das sind die fleißigsten und faulsten Wähler

Bild: Fotolia/ Symbolbild

Im Wahlkampf-Finale haben die Wahlkämpfer vor allem die Stammwähler sowie Unentschlossene im Blick. Es geht vor allem darum, sie überhaupt an die Wahlurnen zu bekommen. Denn auch heuer wird laut Umfragen nicht erwartet, dass die Wahlbeteiligung über die 80-Prozent-Marke steigt. Schon in den Jahren 2006 und 2008 blieb sie darunter, zuletzt mit 78,81 Prozent.

Die fleißigsten Wähler sind seit langem die Burgenländer, zuletzt mit einer Beteiligung von 86,39 Prozent. Über 80 Prozent kamen 2008 nur noch Niederösterreich und Oberösterreich. Schlusslichter sind konstant - seit dort 1994 die Wahlpflicht abgeschafft wurde - Tirol und Vorarlberg. 2008 lag Tirol am letzten Platz, mit nur 70,57 Prozent, Vorarlberg kam auf ebenfalls magere 71,46 Prozent.

Schlusslicht Tannheim i. Tirol

In vier Tiroler Gemeinden - Tannheim, Weißenbach am Lech, Pinswang und Untertilliach - nahm nicht einmal mehr die Hälfte an der Wahl teil; beim Schlusslicht Tannheim waren es nur 46,44 Prozent. Die beste Wahlbeteiligung wies das burgenländische Moschendorf (91,94 Prozent) aus. Nur insgesamt sechs Gemeinden - vier burgenländische, eine steirische (Hartl) und das niederösterreichische Moorbad Harbach - schafften eine Beteiligung über 90 Prozent.

Im Jahr 2006 fiel die Beteiligung auf den bisher niedrigsten Wert von 78,48 Prozent. Die leichte Steigerung bewirkte erst die 2008 erstmals mögliche Briefwahl; am Wahlsonntag wurden nur 71,48 Prozent ausgewiesen. Die Briefwahl wurde beibehalten, aber die Spielregeln etwas verschärft - so gibt es keine Nachfrist mehr. Ob dies die Beteiligung beeinträchtigt, wird man am Montag 30. September wissen, wenn die Briefwahl ausgezählt wird.

2008 haben rund 587.000 Wahlberechtigte - das waren 9,27 Prozent der 6,3 Mio. Stimmberechtigten - Wahlkarten beantragt. Fast sechs Prozent, nämlich 375.634 Österreicher, gaben ihre Stimme per Briefwahl aus dem In- oder Ausland ab, weitere fast 86.000 am Wahlsonntag per Wahlkarte in einem fremden Wahlkreis. Das machte in Summe 461.161 Stimmen bzw. 7,28 Prozent der Wahlberechtigten aus.

  

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