Frischer Wind für die populäre Krimiserie "Tatort" auf ORF 2. Das neuste Ermittler-Trio aus Erfurt sucht im ersten Fall "Kalter Engel" am Sonntagabend den Mörder einer jungen Studentin.
Frischer Wind für die populäre Krimiserie am Sonntagabend den Mörder einer jungen Studentin.
Am kommenden Sonntag feiert ein neues "Tatort"-Team sein Debüt. Ein ungewöhnliches, zieht man die übrigen Ermittler-Paarungen in Betracht, die derzeit im Dienst sind. Zum einen gehen die Neuen als Trio auf Verbrecherjagd, zum anderen handelt es sich bei Kriminalhauptkommissar Henry Funck (Friedrich Mücke), Kriminaloberkommissar Maik Schaffert (Benjamin Kramme) und die angehende Staatsanwältin Johanna Grewel (Alina Levshin) um das jüngste "Tatort"-Team aller Zeiten.
Erfurt ist der Schauplatz des neuen "Tatort". Den langjährigen Partnern Funck und Schaffert wird die unerfahrene, doch fähige Grewel zugeteilt. Gemeinsam müssen sie den Mord an einer Studentin aufklären. Erst deuten alle Indizien darauf hin, dass der mehrfache Frauenmörder Roman Darschner - kurz nach dem jüngsten Mord gefasst - für die die Tat verantwortlich ist. Als die Ermittler jedoch Informationen über das Opfer einholen und die glamourösen Lebensumstände der Studentin aufdecken, schleichen sich erste Zweifel an Draschers Schuld ein.
"Back to the roots" trifft auf Frischzellenkur
In "Kalter Engel", der Auftakt-Episode des Erfurter Teams, steht klar der Fall und nicht die Ermittler im Vordergrund. Letztere bestechen nicht durch Extravaganz und abgehobene Wesenszüge, sondern erweisen sich als lässige und zugleich ernste Normalos. Im neuen "Tatort" trifft demnach Althergebrachtes auf einige Neuerungen.
Eine weiteres Novum war beispielsweise bereits in der Entstehung von "Kalter Engel" zu beobachten: Im Zuge einer offenen Ausschreibung wurden mehr als hundert Ideen für den neuen "Tatort" eingereicht. Das Ergebnis fiel jung, hip und unprätentiös aus. "Wir haben schon den Anspruch, über die Protagonisten auch verstärkt ein jüngeres Publikum zu gewinnen, ohne die älteren Zuschauer dadurch zu verstören", sagt Produzent Michael Smeaton. Man darf gespannt sein.