Cup-Aus gegen Hartberg, jetzt die Heimniederlage gegen Salzburg in der Liga – der Auftakt ins Frühjahr ist Rapid misslungen. Die Hütteldorfer halten am Freitag vor 2000 Zuschauern im Allianz Stadion lange dagegen, gehen gegen den souveränen Tabellenführer sogar in Führung.
Salzburg tut sich schwer, verzeichnet in der ersten Halbzeit nicht einmal einen Torschuss. Nach dem Seitenwechsel übernehmen die Gäste die Kontrolle, drehen das Match durch Treffer von Brenden Aaronson und Noah Okafor.
Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer: "Es ist sehr schade, dass wir heute nichts mitnehmen können. Das tut weh. Von Leidenschaft, Willen, Bereitschaft – da kann man stolz sein. Wenn das so weitergeht, werden wir noch viel Freude haben mit der Truppe."
Feldhofer weiter: "Wir haben defensiv wirklich viel richtig gemacht, nicht viel zugelassen. Was wir verabsäumt haben: Nach dem 1:0 unsere Konter noch genauer zu spielen. Der Druck wurde dann immer größer. Bis zur 60. Minute hatten wir das Spiel im Griff. Dann haben wir in dieser ersten schwächeren Phase genau das Tor bekommen."
Über das Rennen um die Top 6 sagt er: "Wenn wir so weiterspielen, bin ich guter Dinge." Rapid bleibt vorerst Fünfter, könnte am Wochenende von gleich drei Mannschaften eingeholt beziehungsweise überholt werden.
Salzburg baut seinen Vorsprung auf Verfolger Sturm hingegen auf 17 Punkte aus und lässt keine Zweifel aufkommen, wer heuer die Meisterschale in Empfang nehmen wird.
Bullen-Trainer Matthias Jaissle: "Wir haben in der ersten Hälfte ein bisschen vergessen, das umzusetzen, was uns ausmacht. Kopflos und zu wild agiert. In der zweiten Halbzeit haben wir dann wieder die Dominanz ausgestrahlt."
Jaissle über das Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Bayern am kommenden Donnerstag: "Ich glaube schon, dass die Bayern den Ansatz haben, ein bisschen mehr mit dem Ball anfangen zu wollen, als Rapid heute. Im Ligaalltag kommen viele lange Bälle auf uns zu. Ich gehe nicht davon aus, dass Julian Nagelsmann seine Truppe so aufs Feld schickt. Bayern ist eine absolute Topmannschaft, da ist es schwer, irgendwelche Schwächen herauszuarbeiten."