Das Universum sollte eigentlich nicht existieren

Ein CERN-Forscher hat ein gutes Argument dafür, dass es das Universum gar nicht geben sollte. Da haben wir wohl Glück gehabt.

13,8 Milliarden Jahre sind seit der Entstehung des Universums nach menschlicher Zeitrechnung vergangen. Zu den zahllosen Theorien unterschiedlichster Aussagekraft gesellt sich eine neue dazu. Diese klingt erst einmal ein wenig verwunderlich: So sollte es eigentlich nicht möglich sein, dass das Universum existiert.

Das hat einen recht einfachen Grund: Für den Urknall sollen die gleiche Menge Antimaterie und Materie als Ausgangslage gedient haben. Laut physikalischer Gesetzmäßigkeiten zerstören Antimaterie und Materie sich jedoch gegenseitig. Beide bestehen aus den gleichen Anteilen, nur sind sie unterschiedlich geladen. In der Theorie und experimentellen Versuchen sähe ein Aufeinandertreffen solcher Kräfte so aus, dass sie eine blitzartige Energie erzeugen würden. Somit hätten sie sich ausgelöscht haben sollen.

Es handelt sich dabei nicht um eine gelegentlich recht schwindelig anzumutende Theorie eines passionierten Internet-Gurus, sondern eines etablierten Wissenschaftlers an der renommiertesten Institution für atomare Vorgänge, der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN).

Der dortige Forscher Christian Smorra und sein Team wollten wissen, wieso das Universum dennoch existierte und machten einen Versuch. Dafür setzten sie Antiprotonen und Protonen ein. Es ist nicht das erste Experiment, in dem CERN-Forscher zu dem Ergebnis kommen.

Leben wir in einer Matrix?

Jetzt haben sie zwei Lösungsvorschläge erarbeitet: Entweder kennen wir den Grund für die Existenz des Universums noch nicht oder wir leben in einer Simulation. Solche Simulationstheorien sind nichts Neues. Erstmals erlangten sie durch den Filmklassiker "Matrix" große Popularität. Gestartet hat sie jedoch der Philosoph Nick Bostrom von der Oxford-Universität im Jahr 2003. Der Gedanke, dass der Kosmos nicht aus wahrhaften Sternen und Galaxien besteht, hat seither eine hitzige Debatte in Wissenschaftskreisen angeregt.

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