In Polen herrscht tiefe Betroffenheit über den Tod des Lastwagen-Lenkers, dessen Fahrzeug beim Terroranschlag von Berlin dazu benutzt wurde, Menschen zu töten und zu verletzen. Der Chef des Getöteten, der gleichzeitig sein Cousin ist, musste das Opfer identifizieren. Er hat eine Spendenaktion für die Familie des Toten ins Leben gerufen.
In Polen herrscht tiefe Betroffenheit über den Tod des Lastwagen-Lenkers, dessen Fahrzeug dazu benutzt wurde, Menschen zu töten und zu verletzen. Der Chef des Getöteten, der gleichzeitig sein Cousin ist, musste das Opfer identifizieren. Er hat eine Spendenaktion für die Familie des Toten ins Leben gerufen.
Der Spediteur Ariel Zurawski ist sich sicher, dass sein Cousin der Held ist, auf den die Spurensuche nach dem Anschlag in Berlin hinweist. Demnach soll sich der Fahrer bis zuletzt einen Kampf mit dem Terroristen geliefert und ihm mehrmals ins Lenkrad gegriffen haben, um Menschenleben zu retten. Das hält Zurawski auch für den Grund, dass sein Cousin letztlich sterben musste.
Zurawski bedankte Polens sich auf Facebook mehrmals für die große Anteilnahme und richtete eine Bankverbindung ein, über die der Familie seines Cousins mit Spenden geholfen werden kann. Der Lenker hinterlässt seine Frau und seinen 17-jährigen Sohn. Sein Cousin musste ihn schließlich nach der Bluttat eindeutig identifizieren. Der letzte Kontakt bestand darin, dass sein Cousin ihm ein Handyfoto geschickt hatte (siehe oben).
"Ich hätte meine Hand für ihn ins Feuer gelegt. Er war ein absolut verlässlicher Mensch", so Zurawski. Dass der Lenker etwas mit dem Anschlag zu tun hatte, hält Zurawski für ausgeschlossen. Da sein Cousin mit 120 Kilogramm ein stattlicher Mann sei, müsse er "beim Einsteigen ins Fahrerhaus überrumpelt" worden sein. Auch Polens Regierungschefin Beata Szydlo bezeichnete den Getöteten als "das erste Opfer der abscheulichen Gewalttat".