Gaza-Streifen, Thiem, Titanic

Das wurde heuer in Österreich am häufigsten gegoogelt

Während im Vorjahr noch der Ukraine-Krieg die Suchtrends beherrschte, schafft es heuer der Nahost-Konflikt auf Platz 1 der meistgegoogelten Begriffe.

Newsdesk Heute
Das wurde heuer in Österreich am häufigsten gegoogelt
Der Nahost-Konflikt, Dominic Thiem und die Rockband "Rammstein" sind unter den meistgegoogelten Begriffen der letzten 12 Monate in Österreich.
Getty Images

"Internationale Krisen wie der Krieg im Nahen Osten und in der Ukraine, das Erdbeben in der Türkei oder das implodierte U-Boot Titan waren dieses Jahr sehr präsent", erklärt Wolfgang Fasching-Kapfenberger, Pressesprecher von Google Austria, bei der Präsentation der hiesigen Google-Jahresrückschau. Wie jedes Jahr wurden mehr als eine Milliarde Suchanfragen ausgewertet und auf Basis der "most trending searches" gerankt.

Nahost-Konflikt löst Ukraine (fast) ab

Bei der Kategorie "Internationale Schlagzeilen" hat die Suchanfrage "Krieg in Israel und Gaza" den letztjährigen Spitzenreiter "Ukraine" von der Spitzenposition gedrängt, gefolgt von "Erdbeben Türkei". Trotzdem beschäftigte der Ukraine-Krieg die österreichischen Google-Nutzerinnen und -Nutzer weiterhin: Auf dem dritten Platz landete "Ukraine News", auf dem neunten die russischen Söldner der "Wagner Gruppe".

Überraschend: Sowohl "Inflation" als auch "Teuerung" fehlen unter den Top-Anfragen. Auch "Corona" ist inzwischen aus den von Google Austria veröffentlichten Rankings verschwunden.

Was du am Dienstag, 12.12.2023, gelesen haben musst

Die meistgestellten Fragen auf Google

Bei den Was-Fragen liegt "Was ist der Gazastreifen?" ganz vorne. "Was ist ein Kibbuz?" sowie "Was ist Hamas?" befinden sich ebenfalls in den Top 10. "Wie tief liegt die Titanic" war wiederum die gängigste "Wie-Frage". Darüber hinaus wollten viele Österreicher u.a. wissen: "Wie krank ist Herbert Kickl?", "Wie lange gilt die Vignette 2022?", "Was ist ein Marxist?" oder "Was gehört in den gelben Sack?"

In der Kategorie "Wirtschaft" führt "Black Friday", "Klimabonus" und "OpenAI" das Google-Ranking an, in der Kategorie "Klima, Natur und Umwelt" führt "Hohe Hitzewarnung", "Chat GPT" beim Thema "Technik", die Tennisturniere "Wimbledon" und "US Open" bei den Sport-Events. 

Das sind die Österreicher des Jahres

Die zehn "Österreicher des Jahres" sind laut Google Dominic Thiem, RAF Camora, Sebastian Ofner, Toni Gabalier, Andreas Babler, Amira Pocher, Richard Lugner, Hans Peter Doskozil, Missy May und René Benko.

Egal ob beruflich am Tennisplatz oder privat an der Seite von Lili-Paul Roncalli: Dominic Thiem war 2023 auf Google sehr gefragt.
Egal ob beruflich am Tennisplatz oder privat an der Seite von Lili-Paul Roncalli: Dominic Thiem war 2023 auf Google sehr gefragt.
GEPA

Bei den internationalen Persönlichkeiten befindet sich Lugner-Opernball-Stargast Jane Fonda an der Spitze, gefolgt von Schlager-Pensionist Jürgen Drews und Pop-Weltstar Taylor Swift, wobei die 2023 verstorbene Tina Turner die meisten Suchanfragen der Kategorie "Abschiede" generierte, vor Matthew Perry.

Aufreger und Schicksale

In dieser Kategorie des "Year in Search" schnappt sich die Rockband Rammstein den ersten Platz. Frontmann Till Lindemann war im Sommer mit Vorwürfen sexueller Übergriffe konfrontiert, die Verfahren wurden inzwischen eingestellt. Auf Platz zwei findet man den Namen "Florian Teichtmeister". Der Ex-Burgschauspieler wurde wegen Besitzes und Herstellung von Kinderpornografie verurteilt. Auf Platz 3 wird die Hunderasse "American Staffordshire Terrier" gelistet – zurückzuführen dürfte das auf die tödliche Biss-Attacke an einer oberösterreichischen Joggerin im Oktober 2023 sein.

Mit "Nehammer Burger-Video" auf dem 8. – "Kanzlermenü" wurde ja auch zum "Wort des Jahres" gekürt – und "SPÖ Mitgliederbefragung" auf dem 10. Platz, schafften es auch innenpolitische Aufreger in die Liste.

    <strong>02.03.2024: "Dschihad betreiben": Bordell-Killer stach 96 Mal zu.</strong> Im Kripo-Verhör sprach der mutmaßliche Dreifachkiller von Wien nun über das Motiv seiner Tat: "Prostituierte stehen unter dem Deckmantel des Satans." <a data-li-document-ref="120023056" href="https://www.heute.at/s/dschihad-betreiben-bordell-killer-stach-96-mal-zu-120023056">Weiterlesen &gt;&gt;</a>
    02.03.2024: "Dschihad betreiben": Bordell-Killer stach 96 Mal zu. Im Kripo-Verhör sprach der mutmaßliche Dreifachkiller von Wien nun über das Motiv seiner Tat: "Prostituierte stehen unter dem Deckmantel des Satans." Weiterlesen >>
    Picturedesk, privat (Montage: "Heute")
    red
    Akt.