Datenschutz: Stehen Klassenfotos vor dem Aus?

Für solche Bilder müssen Schüler derzeit eine Einverständniserklärung der Eltern einholen (Symbolfoto).
Für solche Bilder müssen Schüler derzeit eine Einverständniserklärung der Eltern einholen (Symbolfoto).Bild: iStock
Aufgrund der Datenschutzgrundverordnung - kurz DSGVO - verzichten immer mehr Schulen auf die beliebten Klassenfotos.

Der strenge Datenschutz sorgt in vielen Bereichen der Bürger für Ärger. Auch der Schulbetrieb blieb davon nicht verschont. Da sich viele Direktoren den Ärger und Aufwand mit der neuen Datenschutzverordnung ersparen wollen, wird in vielen Schulen in Salzburg komplett auf Klassenfotos verzichtet.

Einverständniserklärung der Eltern

Derzeit müssen die Schüler für ein Klassenfoto eine gesonderte Einverständniserklärung der Eltern einholen. "Sowohl für die Fotografie als auch wenn der Schulfotograf die Fotos dann direkt an die Eltern zuschickt - darüber muss man die Eltern informieren, dass diese Daten veröffentlicht werden", sagt die Leiterin des Präsidialbereichs in der Bildungsdirektion Salzburg, Eva Hofbauer, gegenüber dem ORF.

Möchte die Schule das Klassenfoto auf der Website veröffentlichen, braucht es eine weitere Einverständniserklärung. Auch die Behörden empfehlen, dass die Schulen zur Sicherheit lieber öfter die Zustimmung einholen.

Aufwand zu groß

Aus diesen Gründen verzichten viele Schulen in Salzburg komplett darauf. Dass sei aber laut Hofbauer nicht notwendig, wenn auf die rechtlichen Rahmenbedingungen geachtet wird.

Für die Eltern bedeutet es aber, dass sie in Zukunft noch mehr Zettel zu Schulbeginn ausfüllen müssen.

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